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Bologna-Prozess

Der Bologna-Prozess ist ein europäisches Projekt, welches in den späten 1990er Jahren entwickelt wurde. Im Juni 1999 fand die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung während einer Konferenz von BildungsministerInnen aus 29 europäischen Ländern in Bologna statt. Die Bologna-Erklärung setzte sich zum Ziel bis zum Jahr 2010 einen gemeinsamen Europäischen Hochschulraum (EHR) zu verwirklichen.

Kernpunkte der Bologna-Erklärung waren die Schaffung eines gestuften Studiensystems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse, die Einführung des Diploma Supplements, die Verwendung von ECTS oder eines ECTS ähnlichen Kreditpunktesystems, die Förderung von Mobilität, Flexibilität und Qualitätssicherung, wie die Betonung einer europäischen Dimension in der Hochschulbildung.

Der Bologna-Prozess mit derzeit 47 teilnehmenden Staaten ist jedoch als fortlaufender Prozess zu verstehen, dessen inhaltliche Ausgestaltung von den Universitäten massiv mitgeprägt wird. Um die organisatorischen und inhaltlichen Rahmenbedingungen des Bologna-Prozesses zu koordinieren, fanden Nachfolgekonferenzen in Prag (2001), Berlin (2003), Bergen (2005), London (2007) und Leuven/Louvain-la-Neuve (2009) statt.

In Leuven/Louvain-la-Neuve wurde beschlossen, den Bologna-Prozess nach 2010 weiterzuführen („Bologna 2020“). Bei der bisher letzten Konferenz am 26. und 27. April 2012 in Bukarest wurden die Ziele für den Zeitraum 2012-2015 sowie die Mobilitätsstrategie 2020 für den EHR verabschiedet. Die nächste MinisterInnenkonferenz wird 2015 in Jerewan stattfinden.

An der Universität Wien wurden zu Beginn des Studienjahres 2005/06 erste gesamtuniversitäre Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Bologna-Prozesses an der Universität Wien geschaffen.

Neben der Erstellung von Arbeitsgrundlagen zur Restrukturierung der Studien im Sinne der Bologna-Studienarchitektur wurde ein eigenes, zum Großteil aus Projektmitteln des BMBWK/BMWF finanziertes „Bologna-Büro“ (2006-2008) eingerichtet. Besonderes Augenmerk wurde auf die Weiterentwicklung von Studienprogrammen durch den Einsatz von neuen Medien (eLearning, Projekt eBologna) gelegt.

Das Center for Teaching and Learning / CTL vereint diese Stränge und stärkt damit die mit dem Bologna-Prozess aufgenommene Profilbildung und Qualitätsentwicklung in der Lehre der Universität Wien.

Ansprechperson:
Harald Edlinger


Center for Teaching and Learning / CTL
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