Habitusreflexion für die Hochschullehre

Die Studierenden, ich und die Universität

Workshopziele

  • Sie sind für die soziale Heterogenität an Universitäten stärker sensibilisiert.
  • Sie lernen sozio-analytische (Selbst-)Reflexionsstrategien kennen und wenden diese auf Ihre Lehre an.
  • Sie können aus habitussensibler Perspektive partizipative Lehr-/Lernszenarien entwickeln.

Workshopinhalte

An der Universität treffen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen aufeinander, die jeweils über eigene Welt- und Selbstbilder verfügen. Diese lassen sich nach Pierre Bourdieu mit dem Begriff des Habitus fassen, der sozio-ökonomisch präfiguriert ist. Dieses Phänomen ist für Lehrgestaltung relevant, da sich Personen im Zuge von (akademischen) Sozialisationsprozessen Lernstrategien aneignen, die auch milieuspezifisch geprägt sein können. Ein Spezifikum universitären Lernens ist die Erfordernis, vergleichsweise selbstgesteuert und selbstorganisiert vorzugehen sowie über einen hohen Grad an kritisch-reflexiver Diskursfähigkeit zu verfügen. Eine mangelnde Reflexion der Diversität von gesellschaftlichen Gruppen und der damit einhergehenden Vielfalt an Lernstrategien kann die Qualität der Lehre beeinträchtigen.

Hier setzt Habitusreflexion für die Gestaltung universitärer Lehre an. Belastungs- und Konfliktsituationen in Lehrveranstaltungen lassen sich unter habitussensibler Perspektive analysieren, so dass Sie ein verstärkt soziales Verständnis der eigenen Lehre entwickeln. In diesem Workshop behandeln wir theoretische Analysen, Beispiele der guten Praxis und empirische Forschungs- und Handlungsstrategien als Eckpunkte einer habitussensiblen Hochschuldidaktik. Diese lehrbezogenen Reflexions- und Handlungsstrategien ermöglichen es, habituelle Konflikte in der Lehre abzuschwächen und partizipative Ansätze in der Hochschullehre zu entwickeln.

Zielgruppe

  • Universitätslehrende

Methoden

  • Kurzinput des Referenten
  • Analyse und Diskussion von Fallbeispielen
  • Entwickeln von Reflexionsstrategien
  • Entwickeln von Handlungsstrategien für die universitäre Lehre

Leitung: Dr. David Kergel

Koordinator des Projektes “Habitussensible Studienverlaufsberatung” an der HAWK Hildesheim. Promotion an der Aalborg Universität und zurzeit Habilitand am Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin. Studium an der Freien Universität Berlin (Germanistik und Grundschulpädagogik; DaF) und an der FernUniversität Hagen (Master Bildung und Medien: E-Education).

Termin

Do., 07. Juni 2018, 09:00 bis 17:00 s.t.

Ort

Center for Teaching and Learning (CTL), Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 5

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab Februar 2018 über die Website der Personalentwicklung der Universität Wien möglich.