Was tun, wenn's nicht läuft?

Analyseinstrumente und Interventionsmöglichkeiten bei Widerständen in Lehrveranstaltungen

Workshopziele

  • Sie kennen mögliche Gründe für verschiedene Arten von Widerständen und Störungen in Lehrveranstaltungen.
  • Sie verfügen über Analyse-Kriterien für „kritische/schwierige“ Situationen.
  • Sie kennen verschiedene mögliche Interventionsmethoden und können diese situationsbezogen beurteilen.
  • Sie haben konkrete Interventionsmethoden praktisch angewendet.
  • Sie haben Ihre Haltung gegenüber Widerständen in Lehrveranstaltungen reflektiert.

Workshopinhalte

Störungen und Widerstände in Lehrveranstaltungen (Ablenkung, Provokationen, Konflikte, auffällige Zurückhaltung usw.) sind eine Herausforderung. Sie können eine gut durchdachte Planung unterwandern und den Lernprozess blockieren. In diesem Fall können sie nicht einfach ignoriert werden. Die Entscheidung über den sinnvollen Umgang mit ihnen muss jedoch situationsbezogen erfolgen. Das bedeutet, dass erfolgreiche Interventionen auf differenzierten Beobachtungen und Situationsanalysen beruhen. Es bedeutet aber auch, dass die differenzierte Wahrnehmung der Störung selbst eine Ressource für die Reflexion und mögliche Weiterentwicklung der Lehrveranstaltung ist. Man kann sich das Widerstands-Symptom also „zum Komplizen“ machen, anstatt seinerseits dagegen Widerstand zu leisten.

Der Workshop lädt Sie ein, Analyse-Kriterien und verschiedene Arten von Interventionen situationsbezogen anzuwenden und die Anwendung sowohl in Bezug auf die konkret bearbeiteten Fälle als auch mit Blick auf Ihre eigene Praxis zu reflektieren. Ihre Praxisbeispiele sind dabei willkommene Arbeitsgrundlagen.

Wichtiger Hinweis

Nach Bedarf können TeilnehmerInnen zusätzlich 45 Minuten Einzelcoaching in Anspruch nehmen. Im Workshop werden Zeitslots für den darauffolgenden Tag (i.e. Do, 19. Oktober 2017) vergeben, wobei Individuallösungen gefunden werden können, wenn Sie am 19.10.2017 verhindert sein sollten.

Zielgruppe

  • Lehrende der Universität Wien

Methoden

  • Impulsreferat
  • Analyse von Fallbeispielen/Beispielen aus der Praxis der Teilnehmenden
  • Praktische Anwendung der Interventionsmethoden mit Feedback, optional in Form von Rollenspiel
  • Reflexion über Transfermöglichkeiten
  • Individuelles Coaching im Anschluss an den Workshop (optional)

Leitung: Lea Pelosi, MA

Seit 1990 in der Erwachsenenbildung tätig (Dozentin und Coach in den Bereichen DaZ, Bewerbungstraining, Ausbildung von Ausbildenden). Zentrale Interessensgebiete sind die Entwicklungsprozesse in Lern- und Arbeitsgruppen und die Rolle von DozentInnen/Lehrenden im Kontext weitgehender Selbststeuerung des Lernens.

Termin

Mi., 18. Oktober 2017, 09:00 bis 17:00 s.t.

Ort

Center for Teaching and Learning (CTL), Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsstraße 5

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Website der Personalentwicklung der Universität Wien.