Supervision und kollegiale Beratung für Lehrende

Rollenklarheit durch Reflexion

 Ziele & Inhalte

  • Sie können die (Rollen-)Anforderungen, mit denen Sie als Lehrende*r an der Universität Wien konfrontiert sind, in einem sicheren und kollegialen Rahmen besprechen und reflektieren.
  • Dadurch entsteht größere Rollenklarheit, die Ihnen dabei helfen kann, neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
  • Dies unterstützt und entlastet Sie im Umgang mit Herausforderungen, unterschiedlichen Ansprüchen und Rollen.
  • Supervision unterstützt Sie dabei, Ihr professionelles Handlungsrepertoire zu erweitern. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung der Arbeitszufriedenheit.

Universitätslehrende sind mit einer Vielzahl an unterschiedlichen (Rollen-)Anforderungen konfrontiert, die sich auch noch ständig ändern: die Rolle als Fachexpert*in, Lernbegleiter*in, LV-Leitung und, Beurteilende*r sowie Vertreter*in der Organisation. Aus dieser Vielfalt ergeben sich wiederum unterschiedliche Spannungsfelder, die es auszubalancieren gilt.

Reflexion über das eigene Handeln und die eigene professionelle Haltung kann Sie dabei unterstützen, einzelne Rollen zu klären, ihr Zusammenwirken besser zu verstehen und mit den daraus entstehenden Spannungsfeldern produktiv umzugehen.

Damit ein sicherer, kollegialer Rahmen dafür entstehen kann, trifft sich eine gleichbleibende Kleingruppe insgesamt viermal im Semester, wobei jede Einheit 3 Stunden dauert.

Hintergrundinformation

Supervision ist ein berufsbezogenes Beratungs- und Trainingsformat, das ursprünglich aus der Sozialarbeit und der Psychotherapie kommt. Mittlerweile kommt es in vielen unterschiedlichen Berufsfeldern von der IT bis zur Hochschullehre zum Einsatz. Supervision zeichnet sich durch den Aufbau von professioneller Reflexionsfähigkeit, die Mehrperspektivität im Zugang und den fall- und prozessbezogenen Ansatz aus. Das Hauptziel von Supervision ist, die professionelle Kompetenz im Umgang mit arbeitsbezogenen Herausforderungen im Bereich der Interaktion mit anderen und die eigene Arbeitszufriedenheit zu erhöhen.

Wie funktioniert das?

Es handelt sich in diesem speziellen Fall um Gruppensupervision (in Abgrenzung zu Einzel- oder Teamsupervision). Wir arbeiten mit den "Fällen" (= berufliche Beobachtungen, Anliegen, Schwierigkeiten o.ä.) einzelner Gruppenmitglieder. Eine Eigenart von Supervision ist die Mehrperspektivität (es gibt nicht "die eine" Lösung, sondern viele unterschiedliche Lösungsansätze) und das Finden des Allgemeinen im Speziellen. Dementsprechend ist eine der häufigsten Rückmeldungen der Teilnehmenden, dass sie aus der Besprechung von Fällen anderer mindestens so viel gelernt haben wie aus eigenen Fällen. Besprochen werden können prinzipiell alle berufsbezogenen Anliegen aus dem Bereich der Interaktionsarbeit (z.B. Situationen mit Studierenden, mit Kolleg*innen u.v.m.). Konkret arbeiten wir mit der Methode der Kollegialen Fallberatung, die sich durch ihr strukturiertes Vorgehen und ihren festen Ablauf auszeichnet.

 Zielgruppe

Universitätslehrende (Arbeitssprache ist Deutsch. Teilnehmer*innen, die sich im sprachlichen Ausdruck auf Englisch sicherer fühlen, können sehr gerne auf Englisch mitdiskutieren.)

 Methoden

  • Angeleitete Reflexion im sicheren, vertraulichen Rahmen einer Gruppe
  • Kollegiale Beratung
  • Supervision
  • Die vier Termine werden je nach Möglichkeit in Präsenz oder online stattfinden.

Format & Workload

Dieser Workshop ist in Form von vier Präsenzveranstaltungen (zu je 3h) geplant. Falls aufgrund von COVID-19-Vorgaben Präsenzeinheiten nicht möglich sein sollten, findet der Kurs online statt.
Workload gesamt: 12h

 Leitung:

Mag. Eva Kuntschner

Mag. Eva Kuntschner, MSc, ist ausgebildete Supervisorin/Coach (ÖVS) und begleitet seit 2013 Lehrende und studentische Multiplikator*innen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Sie ist außerdem ausgebildete Schreibtrainerin (writers‘ studio Wien) und hat in Graz und Minneapolis, Minnesota, Anglistik/Amerikanistik studiert. Sie unterrichtet seit 2003 an Universitäten und Fachhochschulen.

 Termine

  • Teil 1: Mi., 22.03.2023, 13:30-16:30h (Präsenztermin)
  • Teil 2: Mi., 26.04.2023, 13:30-16:30h (Präsenztermin)
  • Teil 3: Mi., 24.05.2023, 13:30-16:30h (Präsenztermin)
  • Teil 4: Mi., 21.06.2023, 13:30-16:30h (Präsenztermin)

 Ort

Seminarraum 5.47
Alte WU, 1090 Wien, Augasse 2-6

 Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Kursdatenbank der Personalentwicklung der Universität Wien.

Wenn Sie sich für diesen Kurs anmelden möchten, aber in keinem Dienstverhältnis zur Universität Wien stehen, wenden Sie sich bitte an Isabella Kämmerer: isabella.kaemmerer@univie.ac.at