Digital Prüfen

Didaktische, technische und
lehrorganisatorische Hilfestellungen


Regelungen zu Lehrveranstaltungen und digitalen Prüfungen zum Download

Mitteilungsblatt der Universität Wien vom 13.05.2020

Erste Schritte zum Anlegen einer digitalen Prüfung

Vorab: Prüfungstermin (wie gewohnt) bekanntgeben und Anmeldung auf u:space zur Verfügung stellen

  1. Erstellen eines eigenen Prüfungskurses in Moodle oder Verknüpfung eines bestehenden Moodle-Kurses (Die räumliche Trennung von Lehrveranstaltungs- und Moodle-Räumen ist dringend empfohlen).
    So wird gewährleistet, dass nur Personen, die für die jeweilige Prüfung angemeldet sind, Zugriff auf diese haben.
  2. Kontrolle & Aktualisierung der TeilnehmerInnen nach Anmeldeschluss zur Prüfung.
  3. Kommunizieren Sie mit Studierenden nur über die Emailadressen der Universität Wien.

Bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen ist ein eigener Prüfungskurs in Moodle nicht notwendig, da es sich um eine integrierte Prüfungsangelegenheit handelt.

Umsetzung von digitalen Prüfungen in Moodle

Ausführliche Informationen sowie Step by Step Anleitungen zur Umsetzung von digitalen Prüfungen in Moodle finden Sie

Moodle-Templates

Vorlagen für Prüfungskurse in Moodle finden Sie hier:

Qualifizierung für Unterstützungspersonen/Prüfungsaufsicht bei digitalen Prüfungen

Unmittelbar vor, während und nach der Prüfung muss eine fachkundige Unterstützung/ Prüfungsaufsicht digital erreichbar sein (Abbrüche oder technische Probleme müssen klärbar sein). Für Unterstützungspersonal für digitale Prüfungen (u.a. Prüfungsaufsicht, Tutor*innen etc.) wird in folgendem Moodle-Kurs eine Qualifizierung angeboten. Den Moodlekurs finden Sie hier:

https://moodle.univie.ac.at/course/view.php?id=144354

Einschreibschlüssel: pr03f0ngs40fs1cht!

Aufgaben der fachlichen Prüfungsaufsicht/Unterstützungsperson bei digitalen Prüfungen

Vorbereitung der Prüfung

Die Prüfungsaufsicht/Unterstützungsperson…

  • geht gemeinsam mit der*dem verantwortlichen Prüfer*in die Fragen durch (Verständlichkeit der Formulierung, Zeitmanagement; faire Verteilung der Fragen in Gruppen etc.), gibt dem*der verantwortlichen Prüfer*in Feedback zum Beurteilungsschema;
  • richtet den Moodle-Raum ein, testet den Moodle-Raum technisch vor der Prüfung (insbesondere generelle Einstellungen, Fragen, Gruppen, Upload);
  • überprüft im Sinne des Mehraugen-Prinzips, ob alle studienrechtlichen Hinweise auf u:find und im Moodle-Raum (z.B. im Deckblatt der Prüfung) übernommen wurden;
  • steht im Vorfeld für technische und organisatorische Fragen der Studierenden zur Verfügung.

 

Durchführung der Prüfung

Die Prüfungsaufsicht/Unterstützungsperson…

  • nimmt während der Prüfung Fragen der Studierenden entgegen und klärt mit der*dem verantwortlichen Prüfer*in, ob diese z.B. missverständlich formuliert sind, gibt Rückmeldung an die Studierenden. In der Regel wird bei Einzelanfragen darauf verwiesen, dass die Fragen korrekt gestellt sind. Sollten tatsächlich Fehler in der Angabe passiert sein, die das Gesamtergebnis der Prüfung beeinflussen (z.B. ungeeignete Fragen), so können die Prüfer*innen über das Mitteilungstool in Moodle mit den Teilnehmer*innen des Raumes in Kontakt treten;
  • nimmt technische Probleme auf, die von den Studierenden im Lauf der Prüfung geschildert werden (wird in weiterer Folge herangezogen, um zu beurteilen, ob ein Prüfungsvorgang aus wichtigem Grund abgebrochen wurde);
  • nimmt am Ende der Prüfungszeit technische Probleme auf oder weist darauf hin, wie Prüfungsbögen auch alternativ abgegeben werden können (z.B. per Mail an die*den verantwortliche*n Prüfer*in).

 

Nachbereitung

Die Prüfungsaufsicht/Unterstützungsperson (sofern es zu den dienstlichen Aufgaben nach der Prüfung gehört, z.B. Tutor*innen/Studienassistent*innen/mitwirkende Assistent*innen/Co-Lehrveranstaltungsleiter*innen) ...

  • kann im Einvernehmen mit der*dem verantwortlichen Prüfer*in die Vorkorrektur der Prüfungsergebnisse auf Basis des Beurteilungsschemas übernehmen und/oder die Ergebnisse der Plagiatsprüfung interpretieren;
  • kann Fragestellungen für die mündliche Nachfrage (Plausibilitätskontrolle) bei den Studierenden vorbereiten (die Nachfrage selbst erfolgt durch die Prüfer*innen);
  • kann für die Prüfungseinsicht unterstützend eingesetzt werden.

Details zu den Aufgaben der Prüfungsaufsicht finden Sie hier.

Mündliche Prüfungen abhalten

Mündliche Prüfungen können Sie nach Einverständnis der Studierenden als Videokonferenz abhalten.  Sofern die Prüfung im Rahmen einer Lehrveranstaltung stattfindet, die bereits einen Moodle-Kurs verwendet, kann BigBlueButton oder Blackboard Collaborate für mündliche Online-Prüfungen verwendet werden. Als Alternative kann auch Jitsi in Moodle oder unter https://jm01.univie.ac.at/ genutzt werden (siehe FAQ „Kann Jitsi als Tool für eine mündliche digitale Prüfung verwendet werden?“) . Testen Sie die Software vor der ersten Prüfung auf jeden Fall mit Kolleg*innen oder richten Sie eine Probeprüfung ein und testen diese mit den Studierenden (Ton- und Bildeinstellungen).

Ein Moodle-Template für mündliche Prüfungen finden Sie hier: Mündliche Prüfung Template | Einschreibschlüssel: muendlpruefen20

Wenn Sie ein anderes Videoconferencing-Tool verwenden, vergewissern Sie sich bitte, dass folgende Kriterien eingehalten werden:

  • kein zwingendes Anlegen eines Accounts seitens Lehrenden und Studierenden
  • keine Installation einer Software notwendig
  • Verbindung ist Ende-zu-Ende verschlüsselt
  • Daten werden nicht gespeichert

Bitte folgen Sie beim Vorbereiten und Durchführen der Prüfung dieser Checklist:

  • Durchführung per Videochat und Einverständnis von Lehrenden/Studierenden im Vorfeld abklären und im Prüfungsprotokoll am Beginn der Prüfung vermerken.
  • Identitätsfeststellung über Videochat: Lichtbildausweiszeigen lassen, Bild am Ausweis und Person kontrollieren.
  • Ankündigen, dass die Prüfung seitens der Lehrenden abgebrochen wird, wenn der Verdacht besteht, dass unerlaubte Hilfsmittel verwendet werden. Zustimmung des/der Studierenden dazu vermerken.
  • Anlassbezogen bzw. im Verdachtsfall kann der*die Prüfer*in verlangen, dass der Raum mit der Kamera ausgeschwenkt wird.
  • Wenn die Beiziehung einer Vertrauensperson von der*dem Studierenden gewünscht wird, ist sie entweder der Prüfung zuzuschalten oder hat sich, wenn sie sich im selben physischen Raum befindet, im Sichtfeld der Kamera hinter der*dem Studierenden zu platzieren. Eine darüber hinausgehende Öffentlichkeit kann von den Prüfer*innen ausgeschlossen werden.
  • Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen (Stand 15.3.) sind Prüfungen nur ohne die physische Präsenz eines weiteren Prüfers/Beisitzers durchführbar. Voraussetzungen für die Durchführung als Online-Prüfung sind, dass die technische Ausstattung verfügbar ist und alle Beteiligten einverstanden sind. Die Prüfung kann in Videochat mit einer prüfenden und einer beobachtenden Personen aus dem Kreis der Lehrenden abgehalten werden (drei Beteiligte). Testen Sie die Machbarkeit vorher ab, in dem sie Kolleg*innen bitten, sich aus dem Home-Office zuzuschalten. Vermerken Sie im Prüfungsprotokoll die spezielle Situation.
  • Bei kommissionellen Online-Prüfungen müssen die Prüfer*innen aus unterschiedlichen Räumen zugeschalten sein. Die Beratung über das Prüfungsergebnis erfolgt in diesem Fall ohne Studierende/n. Geben Sie unmittelbar danach das Ergebnis per Mail bekannt.
  • Auf Seite der Prüfer*innen ist eine weitere anwesende Person ratsam, diese kann Studierende beobachten, ob der Blick abschweift, ob Verdacht besteht, dass Informationen abgelesen werden oder ob eine Person im Hintergrund einsagt und auch bestätigen, dass die Prüfung rechtskonform verlief.
  • Prüfung durchführen und ein genaues Prüfungsprotokoll führen.
  • Wenn der begründete Verdacht besteht, dass unerlaubte Hilfsmittel verwendet werden, wird die Prüfung seitens der Prüfenden abgebrochen. Es gelten die Bestimmungen der Satzung über die Verwendung unerlaubter Hilfsmittel.
  • Umgang mit technischen Problemen: Studierende*r kann sich nicht einloggen, Verbindung reißt ab: Hier sollte man kulant vorgehen (konsequenzlose Abmeldung oder Möglichkeit der Wiederholung).

Für die aktuelle Ausnahmesituation ist dieses Prüfungsformat eine gute Möglichkeit, um den Studierenden das Weiterstudieren zu ermöglichen.


Schriftliche Prüfungen abhalten

Die Universität Wien ist verpflichtet, ihren Studierenden die Möglichkeit zu bieten, Prüfungen abzulegen. Es ist die Aufgabe der Mitarbeiter*innen, auch unter besonderen Umständen, dies zu ermöglichen. Die Vorgehensweise, online zu prüfen, ist der faktischen Unmöglichkeit geschuldet, Prüfungen vor Ort mit einer hohen Zahl von Kandidat*innen durchzuführen. Die neuen Formate sollen den Studierenden ermöglichen, Prüfungen ohne Studienzeitverzögerungen abzulegen und damit den Studienerfolg sicherzustellen.

Die Vorgehensweise erfordert,

  • dass Lehrende ihre Prüfungen den Gegebenheiten anpassen und die Erreichung der Studienziele qualitätsvoll sicherstellen,
  • pragmatische Entscheidungen,
  • auch von den Studierenden eigenverantwortliches und faires Verhalten.

Grundsätzlich können die Lehrenden festlegen, in welcher Art und Weise Prüfungen abgelegt werden (schriftlich/mündlich). Die Satzung und die Curricula sehen hier nur in wenigen Fällen Einschränkungen vor (Modulprüfungen der STEOP, einige Modulprüfungen des Diplomstudiums Rechtswissenschaften).

Gibt es im Curriculum keine zwingende Festlegung, dass die Prüfung schriftlich erfolgt, so sollte in überschaubaren Settings ein mündlicher Online-Prüfungstermin vorgesehen werden. Für diese Art der Prüfung gibt es bereits allgemeine Vorgaben, die auch hier anzuwenden sind (siehe Mündliche Prüfungen abhalten).

Ist im Curriculum eine schriftliche Prüfung vorgesehen oder ist die mündliche Online-Prüfung nicht organisierbar, sollen digitale schriftliche Prüfungen über Moodle durchgeführt werden

  • Sollte durch diese Vorgehensweise ein nicht bewältigbarer Mehraufwand entstehen, so ist der Bedarf an Unterstützung beim SSC zu melden (z.B. Ressourcen für Vorkorrekturen an Hand eines vorhandenen Beurteilungsschemas)
  • Sollte die Durchführung schriftlicher/mündlicher Prüfungen online auf die beschriebene Art nicht möglich sein, so muss der Bedarf an Prüfungsterminen an das SSC gemeldet werden. Dabei wird ersucht, die Gründe anzugeben, warum dies nicht möglich ist. Eventuell lassen sich im Dialog mit den SPL und dem CTL noch Lösungen finden.
  • Die Einführung von schriftlichen Online-Testformaten ist zunächst als Probelauf befristet. Aus den Erfahrungen der ersten Phase soll das Regelwerk und die Organisation stetig verbessert werden.

Wichtige studienrechtliche Hinweise

Ausführliche studienrechtliche Hinweise finden Sie im Intranet unter diesem Link.

Ankündigung der digitalen schriftlichen Prüfung in u:find

Die digitale schriftliche Prüfung ist im Vorlesungsverzeichnis (u:find) anzukündigen. Insbesondere sind der Prüfungsstoff, die Dauer und der Zeitpunkt sowie der Modus der Abgabe, die Art der Leistungskontrolle, die erlaubten Hilfsmittel, die Mindestanforderungen und der Beurteilungsmaßstab anzugeben. Werden bereits getätigte Ankündigungen aufgrund der derzeitigen Situation geändert, so sind die Angaben in u:find um die neuen Prüfungsmodi zu ergänzen. Im Sinne der Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind die alten Ankündigungen nicht zu löschen.

An- und Abmeldung

Die An- und Abmeldung zur Prüfung erfolgt wie im Regelbetrieb über u:space. Nur korrekt angemeldete Studierende dürfen an der Prüfung teilnehmen. Studierende, die sich nicht korrekt angemeldet haben, sind von der Prüfung abzumelden.

Identifizierung

Die Abwicklung der digitalen schriftlichen Prüfung hat ausschließlich über die Nutzung von Moodle zu erfolgen. Studierende haben sich über ihren u:account einzuloggen. Darüberhinausgehende Identifizierungsmethoden sind nicht vorgesehen.

Deckblatt für digitale schriftliche Prüfungen

Verwenden Sie aus Gründen der Rechtssicherheit das „Deckblatt für digitale schriftliche Prüfungen“ (auch auf der Seite des Studienpräses in deutscher und englischer Sprache zu finden), das dem Prüfungsbogen vorangestellt sein muss. Es enthält alle für die Studierenden relevanten studienrechtlichen Informationen. Für Prüfungen ist das Word-Dokument zu verwenden, das PDF dient als Original-Referenzdokument. Bitte fügen Sie bei den Informationen zur Prüfung auch die Anzahl der Fragen ein, damit es hier zu keinen Missverständnissen kommt. Es empfiehlt sich, auch das Dokument inklusive der Fragen als Original-Referenzdokument in Moodle zu speichern. Jedenfalls ist sicherzustellen, dass die Informationen den Studierenden vor dem Beginn der Prüfung zur Kenntnis gebracht werden (beispielsweise durch Voranstellung der entsprechenden Textblöcke in der digitalen Prüfungsumgebung).

Prüfungsaufsicht

Unmittelbar vor, während und nach der Prüfung muss eine fachkundige Prüfungsaufsicht digital erreichbar sein. Geben Sie auf Moodle und auf dem Deckblatt für schriftliche digitale Prüfungen an, wer über welche Kanäle (Moodle-Chat, E-Mail, Telefonnummer etc.) bei Fragen zur Prüfung und bei technischen Problemen erreichbar ist. Zumindest eine Person sollte während der Prüfungszeit telefonisch erreichbar sein.

Schummeln

Es empfiehlt sich, alle digitalen schriftlichen Prüfungen, soweit möglich, nach dem Open-Book-Format zu konstruieren (alle Hilfsmittel sind erlaubt). Auch im Open-Book-Format gelten die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Um Missverständnisse und Plagiate zu vermeiden, bitten wir Sie klarzustellen, wie mit Literatur umzugehen ist, ob z. B. direkte Zitate erwünscht sind und wie diese zu zitieren sind. Die Prüfung ist von den Studierenden selbständig und ohne Hilfe Dritter zu schreiben. Kündigen Sie in u:find an, dass die abgegebene Prüfung einer Plagiatsprüfung (Turnitin) unterzogen werden kann und Sie innerhalb der Beurteilungsfrist von vier Wochen auch mündliche Nachfragen zum Stoffgebiet der Prüfung vornehmen können (Plausibilitätskontrolle). Dies kann bei Verdacht, aber auch stichprobenartig erfolgen. Wurden unerlaubte Hilfsmittel verwendet und/oder die Prüfung nicht selbständig geschrieben, ist der Vorfall von Ihnen zu dokumentieren, die Prüfung wird nicht beurteilt und mit einem X im Sammelzeugnis dokumentiert. Die Studienprogrammleitung ist zu verständigen.

Abbruch einer Prüfung

Wird die Prüfung ohne Angabe eines wichtigen Grundes abgebrochen oder innerhalb des vorgegebenen Zeitraumes nicht auf Moodle hochgeladen, ist die Prüfung mit „nicht genügend“ beurteilt. Bei technischen Problemen haben sich die Studierenden sofort an Sie oder an die Prüfungsaufsicht zu wenden. Notfalls kann eine Abgabe auch nachträglich per E-Mail erfolgen. Studierende, die sich für die Prüfung anmelden, aber nicht zu dieser antreten, sind für den nächsten Antritt zu sperren.

Die vier Möglichkeiten für digitales schriftliches Prüfen über Moodle

Wir empfehlen folgende Prüfungsformate, die nach Praktikabilität gereiht sind:

Bitte beachten Sie, für welches Format Sie sich auch entscheiden, dass jede digitale schriftliche Prüfung mit einer Teilnehmer*innenzahl über 100 dem jeweiligen SSC/SSS gemeldet werden muss, um Häufungen, und damit eine Überlastung von Moodle zu verhindern.

Im Folgenden sind die oben genannten Formen für digitale schriftliche Prüfungen beschrieben und deren Möglichkeiten und Eignung dargestellt.

Take Home Exam

Den Studierenden werden eine oder mehrere Aufgabenstellungen vorgegeben, die im Rahmen einer Frist, die idealtypisch einige Tage dauert, zu erledigen sind.

Beispiele: Die Studierenden müssen die konkrete Planung einer Unterrichtseinheit zu einem bestimmten Thema erarbeiten; ein unrichtiges Statement unter Rückgriff auf Literatur richtigstellen; ein Konzept auf eine bestimmte Situation/einen Sachverhalt anwenden. Für Essayprüfungen eignet sich dieses Format sehr gut.

  • Was spricht für ein Take Home Exam?
    Take Home Exams eignen sich, neben der mündlichen Prüfung, am besten für digitales Prüfen. Technische Probleme (z. B. aufgrund mangelnder Netzstabilität bei den Studierenden) sind bei dieser Methode eher nachrangig, da nur ein Down- und ein Upload innerhalb einer größeren Zeitspanne nötig sind. Die Studierenden können sich die Bearbeitung der Prüfungsaufgaben, je nach zur Verfügung gestelltem Zeitrahmen, selbst einteilen und so störenden Einflüssen während der Prüfung besser aus dem Weg gehen. Die Lesbarkeit der Prüfungsleistungen ist durch die digitale Vorgabe sehr gut.
  • Herausforderungen des Formats?
    Der Korrekturaufwand ist hoch und die Beurteilung der Leistung ist durch die hohen Freiheitsgrade bei der Bearbeitung der Aufgaben eher schwierig zu standardisieren. Musterlösungen und Beurteilungsschemata sind hier hilfreich.
  • Was gibt es didaktisch zu beachten?
    Es empfiehlt sich, die Prüfung im Open-Book-Format zu konzipieren. Dies ist für jede Prüfung, die die Studierenden ohne Aufsicht durchführen, sinnvoll, da das Verwenden von Hilfsmitteln weder verhindert noch ausreichend kontrolliert werden kann. Bei diesem Format ist eine klare Aufgabenstellung sehr wichtig, um Unsicherheiten und Missverständnisse der Studierenden zu vermeiden. Bitten Sie eventuell andere Lehrende, Ihre Prüfungsaufgaben auf Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit gegenzulesen. Beachten Sie, dass dieses Prüfungsformat für die Studierenden und auch für viele Lehrende neu und ungewohnt ist.
  • Wie werden Take Home Exams technisch umgesetzt?
    Studierenden wird die Aufgabenstellung über Moodle zur Verfügung gestellt, sie laden den Prüfungsbogen mit der Aufgabe/den Aufgaben auf den eigenen Computer, bearbeiten diesen und laden ihn bis zu einem bestimmten Zeitpunkt als PDF in Moodle (Aktivität Aufgabe) wieder hoch. Mit der Übernahme der Prüfungsangabe beginnt der Prüfungsantritt, d. h. ab diesem Zeitpunkt beginnt das Zeitfenster, in dem die Prüfung absolviert werden kann. Eine Unterscheidung zwischen jenen, die nicht zur Prüfung antreten und mit daher mit „nicht eingetragen“ (NE) beurteilt werden, und jenen, die die Prüfung beginnen und ohne wichtigen Grund abbrechen und daher mit „nicht genügend“ beurteilt werden, ist in Moodle mittels der Aktivität „Gruppenverwaltung“ möglich. Damit kann eine Gruppe, z. B. mit dem Namen „Prüfungsantritt", eröffnet werden, zu der sich die Studierenden anmelden müssen. Durch die Anmeldung wird die Prüfung erst freigeschaltet. Verwenden Sie für den Prüfungsbogen unbedingt das Deckblatt für digitale schriftliche Prüfungen. Eine Plagiatsprüfung mit Turnitin kann, wie bei anderen schriftlichen Arbeiten auch, durchgeführt werden. Ein Moodle-Template für diese Prüfungsform finden hier: Schriftliche Prüfung Template | Einschreibschlüssel: schriftlpruefen20

Prüfungsbogen zum Download

Ähnlich wie bei Take Home Exams laden die Studierenden einen Prüfungsbogen auf den eigenen Computer und bearbeiten diesen wie eine „klassische“ schriftliche Prüfung mit offenen Fragen. Der Zeitrahmen ist dabei kürzer als bei einem Take Home Exam (z. B. 2 Stunden an einem bestimmten Prüfungstag) und die Fragen sind schneller zu beantworten.

  • Was spricht für eine digitale schriftliche Prüfung mit einem Prüfungsbogen zum Download?
    Technische Probleme (z. B. aufgrund mangelnder Netzstabilität auf Seiten der Studierenden) sind bei dieser Methode eher nachrangig, da nur ein Down- und ein Upload innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne notwendig sind. Diese Zeitspanne sollte aufgrund der aktuellen Lage großzügig bemessen werden. Die Lesbarkeit der Prüfungsleistungen ist durch die digitale Vorgabe sehr gut.
  • Was gibt es didaktisch zu beachten?
    Das Format eignet sich für jede Form der schriftlichen Prüfung (Erklären von Sachverhalten anhand selbst überlegter Beispiele, Interpretation von Daten, Begründung von Entscheidungen, ...), wie auch für Essayprüfungen. Es empfiehlt sich, die Prüfung möglichst im Open-Book-Format zu konzipieren. Dies ist für jede Prüfung, die die Studierenden ohne Aufsicht durchführen, sinnvoll, da das Verwenden von Hilfsmitteln weder verhindert noch ausreichend kontrolliert werden kann.
  • Herausforderungen des Formats?
    Die Konstruktion von Fragen, die nicht auf eine Wissensüberprüfung abzielen, ist oft aufwändig. Der Korrekturaufwand ist bei Prüfungen mit vielen Antritten hoch. Musterlösungen und Beurteilungsschemata sind hier hilfreich, vor allem, wenn mehrere Personen an der Korrektur der Prüfungen beteiligt sind.
  • Wie werden digitale schriftliche Prüfung mit einem Prüfungsbogen zum Download technisch umgesetzt?
    Studierende laden sich den Prüfungsbogen auf den eigenen Computer, bearbeiten diesen dort und laden ihn bis zu einem bestimmten Zeitpunkt als PDF in Moodle wieder hoch (Aktivität Aufgabe). Die Vorgehensweise ist grundsätzlich gleich wie bei Take Home Exams, nur die Bearbeitungszeit ist kürzer. Eine Unterscheidung zwischen jenen, die nicht zur Prüfung antreten und mit daher mit „nicht eingetragen“ (NE) beurteilt werden, und jenen, die die Prüfung beginnen und ohne wichtigen Grund abbrechen und daher mit „nicht genügend“ beurteilt werden, ist in Moodle mittels der Aktivität „Gruppenverwaltung“ möglich. Damit kann eine Gruppe, z. B. mit dem Namen „Prüfungsantritt", eröffnet werden, zu der sich die Studierenden anmelden müssen. Durch die Anmeldung wird die Prüfung erst freigeschaltet. Sollen im Rahmen der Prüfung von den Studierenden selbst Zeichnungen, Formeln etc. angefertigt werden müssen, so kann dies auf einem Blatt Papier händisch erfolgen. Das Blatt wird dann fotografiert oder eingescannt und in Moodle hochgeladen (Achtung: Dazu ist es notwendig, dass Sie den Studierenden in Moodle erlauben, mehr als nur eine Datei hochzuladen). Sie können alternativ auch verlangen, dass das fotografierte Blatt in das Dokument eingefügt wird und dann als 1 Gesamt-PDF abgespeichert wird. Es wird bei diesem Prüfungsformat dringend angeraten, einen Probetest zu machen, der auf die Technik fokussiert. Verwenden Sie für den Prüfungsbogen unbedingt das Deckblatt für digitale schriftliche Prüfungen. Eine Plagiatsprüfung mit Turnitin kann, wie bei anderen schriftlichen Arbeiten auch, durchgeführt werden. Ein Moodle-Template für diese Prüfungsform finden hier: Schriftliche Prüfung Template | Einschreibschlüssel: schriftlpruefen20

Schriftliche Prüfungen direkt in Moodle

Die Prüfung wird von der Lehrperson direkt in Moodle mit der Aktivität Test erstellt, den Studierenden zur Verfügung gestellt und online bearbeitet.

  • Was spricht für die Erstellung einer digitalen schriftlichen Prüfung mit offenen Fragen, die direkt in Moodle bearbeitet werden muss?
    Es können zusätzlich zu den offenen Fragen auch weitere unterschiedliche Frageformate verwendet werden. Bei geschlossenen Antwortformaten kann die Auswertung automatisiert erfolgen. Allerdings wird empfohlen, offene Antwortformate zu verwenden, da so das Open-Book-Format eher umsetzbar ist.
  • Herausforderungen des Formats?
    Technische Probleme (z. B. aufgrund mangelnder Netzstabilität auf Seiten der Studierenden) sind bei dieser Methode eher möglich und können zu einem ungewollten Prüfungsabbruch führen. Für Lehrende, die wenig Erfahrung mit bestimmten Funktionen in Moodle haben, bedeutet das erstmalige Erstellen einer solchen Prüfung einen zusätzlichen Zeitaufwand. Es wird dringend angeraten, einen Probetest zu machen, der auf die Technik fokussiert.
  • Was gibt es didaktisch zu beachten?
    Das Format eignet sich grundsätzlich für jede Form der schriftlichen Prüfung (Erklären von Sachverhalten anhand selbst überlegter Beispiele, Interpretation von Daten, Begründung von Entscheidungen, ...), wie auch für Essayprüfungen. Es empfiehlt sich, die Prüfung möglichst im Open-Book-Format zu konzipieren. Dies ist für jede Prüfung, die die Studierenden ohne Aufsicht durchführen, sinnvoll, da das Verwenden von Hilfsmitteln weder verhindert noch ausreichend kontrolliert werden kann. Eine Überprüfung mittels Turnitin ist hier nicht möglich, daher kann innerhalb von vier Wochen ab der Abgabe der Prüfung eine mündliche Plausibilitätskontrolle durchgeführt werden. Die Anwendung kann stichprobenartig und ohne konkreten Verdacht erfolgen. Es empfiehlt sich, die Studierenden darüber zu informieren, dass dadurch die Note weder verbessert noch verschlechtert wird. Es geht um die Klärung, ob die Prüfungsleistung eigenständig erbracht wurde.
  • Wie werden digitale schriftliche Prüfungen mit offenen Fragen, die direkt in Moodle bearbeitet werden, technisch umgesetzt?
    Mittels der Aktivität Test wird in Moodle ein Online-Test erstellt, die Studierenden bearbeiten diesen direkt in Moodle. Hier sind diverse Formate von Freitextfragen über Zuordnungsfragen bis hin zu MC-Fragen und Fragen im Drag- and-Drop-Format möglich. Allerdings wird empfohlen, offene Antwortformate zu verwenden, da so das Open-Book-Format eher umsetzbar ist. Achten Sie bei der Erstellung darauf, dass auf jeder Seite nur eine Frage zu sehen ist, da hier die Fragen zwischengespeichert werden. Ein Moodle-Template für diese Prüfungsform finden hier: Schriftliche Prüfung Template | Einschreibschlüssel: schriftlpruefen20

Online-Multiple-Choice-Prüfungen in Moodle

  • Was muss bei Online-Multiple-Choice-Prüfungen in Moodle beachtet werden?
    • Technische Probleme aufgrund mangelnder Netzstabilität auf Seiten der Studierenden sind möglich und nicht beeinflussbar.
    • Es besteht die Gefahr einer Überlastung von Moodle, wenn zu viele große Prüfungen gleichzeitig stattfinden. Daher müssen MC-Prüfungen jedenfalls beim jeweiligen SSC/SSS gemeldet werden, um Häufungen zu verhindern. An einer Prüfung sollen nicht mehr als etwa 500 Personen gleichzeitig teilnehmen: Gegebenenfalls müssen mehrere Zeitfenster zu einem Prüfungstermin angeboten werden. Das Zeitfenster, in dem die Prüfung durchgeführt werden kann, sollte nicht zu kurz angesetzt werden, damit nicht alle Studierenden zur genau gleichen Zeit beginnen (müssen). So kann einer eventuell möglichen Überlastung der Server entgegengewirkt werden. Die Prüfungszeit für die Studierenden ändert sich dadurch nicht, da die Zeit individuell bei Beginn zu laufen beginnt. Es empfiehlt sich, für eine beispielsweise 60 Minuten dauernde Prüfung etwa 90 bis 120 Minuten anzusetzen.
    • Es ist zu bedenken, dass MC-Fragen nach der Prüfung möglicherweise unter den Studierenden kursieren. Im Sinne der Fairness können die Fragen nur einmal verwendet werden, pro Prüfungstermin werden neue Fragen erstellt.
    • Multiple-Choice-Prüfungen sind schwieriger im Open-Book-Format realisierbar als die anderen genannten Prüfungsformate, da Wissensfragen (die bei MC-Tests oft gestellt werden) z.B. mit einem zweiten internetfähigen Endgerät leicht und schnell lösbar sind.
    • Eine zeitlich strenge Taktung der Fragen, um die Verwendung von unerlaubten Hilfsmitteln zu verhindern, ist aus technischen und didaktischen Gründen nicht zu empfehlen.
    • Die Möglichkeit, den Studierenden nach Zufallsprinzip unterschiedliche MC-Fragen bei einem Prüfungstermin vorzugeben, entspricht nicht den Kriterien der Fairness, da der Schwierigkeitsgrad der Fragen unterschiedlich sein kann.
    • Sowohl die Fragen als auch die Antwortmöglichkeiten sollten gemischt, also in zufälliger Reihenfolge vorgegeben werden, um Absprachen zwischen Studierenden während der Prüfung zu erschweren.
  • Was gibt es didaktisch zu beachten?
    Es empfiehlt sich, trotz aller Schwierigkeiten, die Prüfung möglichst im Open-Book-Format zu konzipieren. Neben Wissensfragen sind mit Multiple-Choice-Fragen auch Verständnis-, Anwendungs- und Analysefragen möglich. Grundsätzliche Hinweise zum Erstellen von MC-Prüfungen und zur Konstruktion von kompetenzorientierten MC-Fragen finden Sie im Infopool: https://infopool.univie.ac.at/startseite/pruefen-beurteilen/. Eine Überprüfung mittels Turnitin ist hier nicht möglich, daher kann innerhalb von vier Wochen ab der Abgabe der Prüfung eine mündliche Plausibilitätskontrolle durchgeführt werden. Die Anwendung kann stichprobenartig und ohne konkreten Verdacht erfolgen. Es empfiehlt sich, die Studierenden darüber zu informieren, dass dadurch die Note weder verbessert noch verschlechtert wird. Es geht um die Klärung, ob die Prüfungsleistung eigenständig erbracht wurde.
  • Wie werden Online-Multiple-Choice-Prüfungen in Moodle technisch umgesetzt?
    Mittels der Aktivität Test wird in Moodle ein Online-Test erstellt und die Studierenden bearbeiten diesen direkt in Moodle. MC-Fragen sind sowohl im Single-Choice- oder auch im Mehrfachauswahl-Format möglich. Achten Sie bei der Erstellung darauf, dass auf jeder Seite nur eine Frage zu sehen ist, da hier die Fragen zwischengespeichert werden. Ein Moodle-Template für diese Prüfungsform finden hier: Schriftliche Prüfung Template | Einschreibschlüssel: schriftlpruefen20

Glossar

Womit können digitale schriftliche Prüfungen durchgeführt werden?

Anmeldung über u:space: Studierende haben sich für Prüfungen, wie im Regelbetrieb, ordnungsgemäß an- und abzumelden.

Moodle: Alle digitalen schriftlichen Prüfungen müssen über die Plattform Moodle durchgeführt werden. Nur so ist sichergestellt, dass nur angemeldete Studierende mit ihrem u:account teilnehmen können. Studierende müssen sich mit ihrem u:account einloggen, um die Prüfungsfragen zu erhalten und um die Prüfungen abzugeben. Durch die Verwendung des „Deckblattes für digitale schriftliche Prüfungen“ wird sichergestellt, dass Ihre Studierenden die Bedingungen, unter denen geprüft wird, klar sind. Ausführliche Informationen sowie Step by Step Anleitungen zur Umsetzung von digitalen Prüfungen in Moodle finden Sie hier.

Moodle (Aktivität Aufgabe): Eine einmalige Leistungsfeststellung kann mittels Aktivität „Aufgabe“ (z. B. Seminararbeit, …) erfolgen, zu einem bestimmten Termin laden die Studierenden die geforderte Aufgabe in Moodle hoch. In dieser Aktivität können auch offene Fragen zur Bearbeitung gestellt werden, diese werden von den Studierenden beantwortet und als Datei (PDF) in Moodle abgegeben. Anschließend kann eine Textähnlichkeitsprüfung mit Turnitin durchgeführt werden.

Informationen zur Verwendung der Aktivität Aufgabe hier Sie hier:

Das Aufgaben-Modul (CheatSheet)

Das Aufgaben-Modul: Erweiterte Funktionen nutzen (CheatSheet)

Das Aufgaben-Modul (Videotutorial)

Turnitin-Textähnlichkeitsprüfung in Moodle (technische Anleitung)

Turnitin in Moodle (didaktische Anleitung)

 

Moodle (Aktivität Test): Eine schriftliche Prüfung kann in Moodle mit der Aktivität „Test“ durchgeführt werden. Neben Multiple-Choice-Fragen (vgl. „Offline-Test“ in Moodle) können Freitext-Fragen (Essay), Zuordnungsfragen, Drag and Drop-Fragen, u.v.m. verwendet werden. Fragen, welche schon für Offline-Tests erstellt wurden, können ohne Überarbeitung auch sofort in einem Online-Test verwendet werden.

Informationen zur Verwendung der Aktivität Test sind hier zu finden

Fragensammlung und Kategorien nutzen (Cheatsheet)

Online-Tests anlegen (Cheatsheet)

Online Tests anlegen (Videotutorial)

Online-Test:  Berichtsoptionen konfigurieren (Cheatsheet)

Online Test - Drag and Drop Fragen verwenden (Videotutorial)

 

Worauf soll bei digitalen schriftlichen Prüfungen besonders geachtet werden?

Mündliche Plausibilitätskontrolle und Identifikation von Plagiaten oder Textähnlichkeiten mit Turnitin

Die Universität Wien setzt zur Qualitätssicherung, zur Verhinderung der Nutzung von unerlaubten Hilfsmitteln und zur Sicherstellung der Eigenständigkeit der Leistung der Studierenden innerhalb von vier Wochen ab der Abgabe der Prüfung insbesondere folgende Instrumente ein:

  1. Programme zur Identifikation von Plagiaten oder Textähnlichkeiten
  2. mündliche Nachfragen aus dem Prüfungsstoff zur Plausibilisierung von Antworten.

Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Die Anwendung kann stichprobenartig und ohne konkreten Verdacht erfolgen. Es empfiehlt sich, die Studierenden über die mündliche Plausibilitätskontrolle zu informieren und zu erklären, dass dadurch die Note weder verbessert noch verschlechtert wird. Es geht um die Klärung, ob die Prüfungsleistung eigenständig erbracht wurde und nicht darum zu kontrollieren, ob auch bis zu vier Wochen nach der Prüfung noch jedes Detail genau gewusst wird. (Genaue rechtliche Regelungen siehe Mitteilungsblatt vom 15.03.2020)

Open-Book-Format bei Prüfungen: Es empfiehlt sich, alle digitalen schriftlichen Prüfungen, soweit möglich, nach dem Open-Book-Format zu konstruieren. Im Unterschied zu klassischen schriftlichen Prüfungen im Hörsaal, wo in der Regel genau definiert ist, welche Hilfsmittel erlaubt sind, dürfen Studierende bei diesem Format ihre Lernmaterialien und alle verfügbaren Hilfsmittel verwenden. Die Prüfungsaufgaben zielen aus diesem Grund nicht auf die Wiedergabe von Wissen, sondern auf Transfer- und Anwendungsleistungen.

Essayprüfungen: Bei diesem Format setzen sich Studierende mit einem wissenschaftlichen Thema inhaltlich-argumentativ auseinander und verfassen dazu ein Essay. Besonders in Fächern, in denen diese Textsorte eher unbekannt ist, ist eine Aufgabenbeschreibung und ein Kriterienkatalog anzuraten. Essayprüfungen eignen sich gut für das Open-Book-Format.

Kompetenzorientierung: Die kompetenzorientierte Ausrichtung der universitären Lehre bedeutet, dass sowohl der Unterricht wie auch die Leistungsüberprüfungen neben Reproduktionsleistungen (Wiedergeben von Fachwissen) vor allem auf Methoden-, Verständnis-, Anwendungs-, Analyse-, Synthese- oder Bewertungsfragen zielen. Zur Kompetenzorientierung siehe: https://infopool.univie.ac.at/startseite/pruefen-beurteilen/kompetenzorientiertes-pruefen/ und https://infopool.univie.ac.at/startseite/pruefen-beurteilen/konstruktion-von-kompetenzorientierten-pruefungsfragen/

Musterlösungen und Beurteilungsschemata: Für die Korrektur/Beurteilung von schriftlichen Prüfungen empfiehlt es sich, im Vorfeld Musterlösungen und/oder Kriterien für das Beurteilen der Antworten zu formulieren. In einer Musterlösung wird eine ideale Lösung formuliert, wobei alle wichtigen Aspekte und Begriffe genannt werden. Musterlösungen eignen sich vor allem für Fragen, auf die es nur eine sinnvolle richtige Antwort gibt (Wissens-, Verständnis- und Anwendungsfragen). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einzeln zu bewertende Kriterien für jede Frage zu erstellen, sodass diese einzelnen Kriterien am Ende ein Beurteilungsschema ergeben. Ausführliche Informationen unter: https://infopool.univie.ac.at/startseite/pruefen-beurteilen/beurteilen-von-pruefungen/

Aufgabenstellungen: Aufgaben sollten verständlich, eindeutig und vollständig formuliert werden. Gerade bei Aufgabenstellungen, die komplex und umfangreich sind und mehrere Teilschritte beinhalten, ist es hilfreich, durch die Formulierung von Unterfragen eine Struktur für die Beantwortung vorzugeben. Dies unterstützt die Studierenden und auch die Lehrenden in der Beurteilung der Leistung. Bitten Sie eventuell andere Lehrende, Ihre Prüfungsaufgaben auf Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Vollständigkeit gegenzulesen. Ausführliche Informationen unter: https://infopool.univie.ac.at/startseite/lehren-betreuen/aufgabenstellungen/

Beurteilungsfehler/Wahrnehmungsverzerrer: Um eine faire Korrektur von schriftlichen Prüfungen zu gewährleisten, sollten mögliche Beurteilungstendenzen und Beurteilungsfehler bekannt sein, um - falls notwendig - gezielt gegensteuern zu können. Eine Beschreibung der bekanntesten Beurteilungsfehler und wie man diese vermeiden kann, finden Sie im Infopool unter: https://infopool.univie.ac.at/startseite/pruefen-beurteilen/beurteilen-von-pruefungen/

Ansetzen der Prüfungsdauer: Für das Ansetzen der Prüfungsdauer ist zu berücksichtigen, dass Studierende neben der Erarbeitung von Antworten auch Zeit für die Abgabe benötigen (PDF-Erstellung, Hochladen auf die Plattform etc.).

Deckblatt für digitale schriftliche Prüfungen (Prüfungsbogen mit Deckblatt): Verwenden Sie aus Gründen der Rechtssicherheit bei allen digitalen schriftlichen Prüfungen unbedingt das „Deckblatt für digitale schriftliche Prüfungen“ (liegt in deutscher und englischer Version vor), das dem Prüfungsbogen vorangestellt sein muss. Hier nehmen die Studierenden zur Kenntnis, dass sie die Prüfung selbständig ohne Zuhilfenahme Dritter oder unzulässiger Hilfsmittel absolvieren müssen, dass die Prüfungen einer Plagiatsprüfung unterzogen werden und dass die Prüfer*innen innerhalb der Beurteilungsfrist von vier Wochen auch mündliche Nachfragen zum Stoffgebiet der Prüfung vornehmen können. Sollte sich der Verdacht des Prüfungsbetruges erhärten, so wird die Prüfung nach den Regelungen der Satzung nicht beurteilt und im Sammelzeugnis mit einem X dokumentiert. Für Prüfungen ist das Word-Dokument zu verwenden, das PDF dient als Original-Referenzdokument. Bitte fügen Sie bei den Informationen zur Prüfung auch die Anzahl der Fragen ein, damit es hier zu keinen Missverständnissen kommt. Es empfiehlt sich, auch das Dokument inklusive der Fragen als Original-Referenzdokument in Moodle zu speichern.

Meldung großer Prüfungen (>100 Personen) an SSC/SSS: Bitte beachten Sie, für welches Format Sie sich auch entscheiden, dass jede digitale schriftliche Prüfung mit einer Teilnehmer*innenzahl über 100 dem jeweiligen SSC/SSS gemeldet werden muss, um Häufungen, und damit eine Überlastung von Moodle zu verhindern.

Umgang mit technischen Problemen: Studierende können sich nicht in Moodle einloggen, Verbindungen reißen ab, Prüfungsbögen werden versehentlich vor der Abgabe gelöscht, …: Stehen Sie und/oder fachkundige Prüfungsaufsichten bitte während der Prüfung und auch unmittelbar danach zur Verfügung, damit Studierende diese Probleme melden können. Sollte der Upload nicht funktionieren, können sie das PDF kurz nach der Prüfung auch per Mail entgegennehmen.

Prüfungsaufsicht: Unmittelbar vor, während und nach der Prüfung muss eine fachkundige Prüfungsaufsicht digital erreichbar sein (Abbrüche oder technische Probleme müssen klärbar sein).
Details zu den Aufgaben der Prüfungsaufsicht finden Sie hier.

Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Team Digital Prüfen mittels unter digitalpruefen.ctl@univie.ac.at

Didaktische Fragen

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Ab welcher Anzahl von Studierenden ist eine mündliche Prüfung angeraten?
Was kann ich tun, um Schummeln zu vermeiden?

TECHNICAL/ADMINISTRATIVE QUESTIONS

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Wie kann ich feststellen, ob eine Person den Prüfungsbogen heruntergeladen und mit der Prüfung begonnen hat?
Wie wird die Öffentlichkeit einer mündlichen Prüfung bei Durchführung im Video-Chat Modus gewährleistet?
Ist es möglich, eine schriftliche Prüfung von Hand schreiben zu lassen?
Wie funktioniert die Notenübernahme aus Moodle in u:space?
Wie kann ich mit Turnitin die schriftlichen Arbeiten der Teilnehmer*innen vergleichen?
Ist es technisch möglich, in Moodle große Prüfungen (>100 Personen) abzuhalten?
Können mündliche Abschlussprüfungen über BigBlueButton via Moodle abgehalten werden?
Wie kann die Notenabsprache bei einer Abschlussprüfung zwischen den Prüfer*innen organisiert werden?
Wie können praktische Prüfungen digital abgenommen werden (Labor, Exkursionen, Leibesübungen)?
Wie ist vorzugehen, wenn das Prüfungsgespräch aufgezeichnet werden soll?
Kann Jitsi als Tool für eine mündliche digitale Prüfung verwendet werden?
Wie kann ich direkt auf den PDFs meine Korrekturen anbringen?
Kann ich bei MC-Prüfungen eine zeitliche Abfolge einbauen (z. B. 50 Sekunden pro Frage)?

Rechtliche Fragen

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Wie ist bei einer Änderung des Prüfungsmodus vorzugehen?
Welche Frist ist bei der Ankündigung einer Prüfung und bei der Anmeldefrist für eine Prüfung einzuhalten?
Was bedeutet „zeitgerechte Prüfungsabmeldung“?
Ist es möglich, die schriftliche Prüfung von Hand schreiben zu lassen?
Ist es möglich, bei schriftlichen digitalen Prüfungen via Moodle die Bewertung nur in u:space einzutragen?
Müssen alle vier Prüfungstermine dasselbe Format haben?
Können schriftliche digitale Prüfungen auch über andere Kanäle als über Moodle erfolgen?
Wie kann eine Prüfungseinsicht durchgeführt werden?
Wie ist die Vorgehensweise bei einer kommissionellen Wiederholungsprüfung?
Welche Aufgaben hat die fachliche Prüfungsaufsicht bei der Online-Prüfung?

Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen?

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Team Digital Prüfen mittels unter digitalpruefen.ctl@univie.ac.at