Modell "Sprachenlehre"

Beschreibung

Dieses Spezialmodell ist ein Beispiel für Lehre im Blended-Learning-Format. Die Studierenden werden in zwei Gruppen geteilt, sodass die Lehrveranstaltungseinheiten vor Ort alternierend stattfinden können: in der einen Woche für Gruppe A, in der anderen Woche für Gruppe B. Die Lehrinhalte für Gruppe A und B sind dieselben.

In den Wochen, in denen z.B. Gruppe A keine Lehrveranstaltung vor Ort hat, eignen sich die Studierenden Theoriewissen mit bereitgestellten Materialien an und wenden es in schriftlichen Übungen an. Wenn die mündliche Sprachproduktion Ziel ist, ist auch denkbar, dass Studierende mit ihren Smartphones oder PCs Audios oder Videos aufzeichnen und für Feedback einreichen. Weil sowohl Gruppe A als auch Gruppe B nur einmal alle zwei Wochen eine Vor-Ort-Einheit besuchen, können sie im Selbststudium mehr Theorie erarbeiten und mehr schriftlich üben. Umso wichtiger ist es unter diesen Bedingungen, die Vor-Ort-Einheiten für Sprachproduktion und Fragen der Studierenden zu reservieren.

Ablauf einer Einheit

  • Beginn: Die Lehrperson stellt Thema und Zielsetzung der Einheit vor.
  • Interaktion: Schwerpunkt liegt auf dem Üben, v.a. bei mündlicher Sprachproduktion, Feedback durch die Lehrperson und dem Klären von Fragen der Studierenden. Um die Zeit vor Ort optimal zu nutzen, könnten Studierende vorab Aufgaben vorbereiten (z.B. Übersetzungen, Leseverständnis).
  • Abschluss: Am Ende der Einheit kann die Lehrperson hervorheben, welche Inhalte weiterer Übung bedürfen und welche Ressourcen dabei unterstützen können. Außerdem ist es nützlich, einen Ausblick auf die nächste Einheit und den damit verbundenen Arbeitsauftrag zu geben.

Studierenden-Aktivierung

  • Z.B. Stimmungsbild einholen: Wie wurde der Arbeitsauftrag empfunden? Wo gab es Herausforderungen? So kann die LV an die Bedürfnisse der Studierenden angepasst werden. Um in der Vor-Ort-Einheit Zeit zu sparen, kann dies auch durch eine Umfrage, einen Test oder eine andere Classroom Assessment Technique in Moodle vor der LV-Einheit abgefragt werden.
  • Mögliche Übungen: Studierende stellen eigene Texte/ Lösungen vor.
  • Studierende arbeiten mit Kolleg*innen zusammen und könnten einander zu spezifischen Aspekten Feedback geben.

Zu beachten

  • In diesem Modell arbeiten Studierende viel asynchron (zeitversetzt). Dabei helfen präzise Aufgabenstellungen, inkl. Angabe des Zeitaufwands und eine klare, die Studierenden leitende Struktur in Moodle (z.B. durch schrittweise Freischaltung von Inhalten). Da Studierende nur alle zwei Wochen vor Ort Kontakt mit der Lehrperson haben, empfehlen wir, ein Forum in Moodle einzurichten.
  • Übungen für Lese- und Hörverständnis, Grammatik, Übersetzungen und schriftliche Textproduktion können in Moodle mittels „Aufgabe“ eingerichtet werden. Für Lese- und Hörverständnis ist zudem die Aktivität „Test“ möglich, die automatisches Feedback liefert.
  • Zur Einbindung von Studierenden, die nur via Videokonferenztool an der LV teilnehmen, informiert unser Artikel über das Modell „Vorlesung mit Videokonferenztool“. Außerdem können Musterlösungen (z.B. bei Übersetzungen, Einsetzübungen) und schriftliches Feedback sowie eine Sprechstunde via Videokonferenztool diesen Studierenden helfen.

Erforderliche technische Ausstattung

  • Moodlekurs
  • Falls Studierende nicht vor Ort teilnehmen können (Ausnahmeregelungen wie Risikogruppe, internat. Studierende): PC im LV-Raum mit Webcam und Mikrophon

Aufteilung der Studierenden

zwei alternierende Studierendengruppen

Mögliche Art der Leistungsüberprüfung

Weitere Ressourcen

Infopool besser lehren (Artikel): Aufgabenstellungen

Infopool besser lehren (Artikel): Feedback

Infopool besser lehren (Video): Aufzeichnung Online-Vortrag: „Wie organisiere ich digitale Arbeitsaufträge bei asynchroner und synchroner Lehre?“ (Link folgt)

Handouts zur Einbindung von Studierenden für Moderation und Dokumentation in LVs

Webinar-Aufzeichnung (SE-Basismodell)

Moodle-Template SE-Basismodell (Basis für weitere Anpassungen)

Umstieg von hybrider zu digitaler Lehre