Modell „STEOP-LV“ (blended oder hybrid)

Beschreibung

Das STEOP-Modell baut für alternierende Gruppen auf den pi Basismodellen Seminar und Übung auf. Für hybride Gruppen (eine Gruppe ist vor Ort und eine Gruppe live digital zugeschaltet) basiert es auf den npi VO-Basismodellen 1 und 2. Im Folgenden werden beide Formen abgebildet und Inspirationen für STEOP-LVs angeboten. 

Neben Grundlagenwissen und Schlüsselkompetenzen soll die STEOP auch soziale Bindung der Studierenden zur Universität schaffen und Studierende beim Hineinwachsen in ihre Studierendenrolle unterstützen. Dies gelingt durch möglichst viele qualitative persönliche (digitale oder Vor-Ort-) Kontaktstunden, z.B. in Form der Vorlesungseinheit, Tutor*inneneinheit, Fragestunden, Sprechstunden, Video-Botschaften im Forum etc. Sozialen Interaktionen sollte gerade in digitalen oder hybriden Lehrsettings bewusst Zeit eingeräumt werden, da sie nicht wie gewohnt in den Gängen und Pausengesprächen stattfinden können.

Unterstützen können auch die außercurricularen Angebote (z.B. des Peer-Learning im STEOP-Mentoring), die durch die Lehrperson aktiv in die Lehrveranstaltung hineingeholt werden.

Lehrende können Aktives Lernen, die Sozialisierung an der Universität und Gruppenbildung durch spezifisch dafür vorbereitete Aufgabenstellungen fördern (z.B. durch Kleingruppenarbeiten, Diskussionen, Lösen von Aufgaben etc.).

Ablauf einer Einheit

Beispiel für alternierende Gruppen:

(siehe pi Basismodelle Seminar und Übung

  • Gruppe A erarbeitet Grundlagen im Selbststudium und nimmt im Hörsaal teil:
    • VOR der Vor-Ort-Einheit beschäftigen sich Studierende mit den Inhalten der Vorlesung auf der Lernplattform und bearbeiten idealerweise Arbeitsaufträge. Sie erscheinen vorbereitet im Hörsaal.
    • Im Hörsaal: Je nach Lernzielen und Inhalten können im Hörsaal unterschiedliche Methoden eingesetzt werden (siehe „Studierenden-Aktivierung im Hörsaal“).
  • Gruppe B erarbeitet Grundlagen im Selbststudium und wird auf der Lernplattform vom Lehrenden asynchron begleitet.
    • Auf der Lernplattform: Lerninhalte zur Verfügung stellen, mit Leitfragen und Feedback-Aktivitäten versehen. Um Studierende zur Vorbereitung zu motivieren, können Bonuspunkte eingesetzt werden (siehe „Studierenden-Aktivierung auf der Lernplattform“). 
Beispiel für hybride Gruppen:

(siehe npi VO-Basismodelle 1 und 2)

  • Sollte vor Ort Studierendenaktivierung stattfinden, sollte zumindest ein*e Tutor*in damit betraut werden, das digitale Setting (z.B. Chat im Videokonferenztool, Breakout-Räume) zu betreuen und dies in die Vor-Ort-Lehre einfließen zu lassen.

Studierenden-Aktivierung

  • Im Hörsaal:
    • Inhaltlich: Durch Diskussionen, Fragerunden, problembasierte Gruppenaufgaben, Selbsttests, Übungsformate, Diskussionsfragen, Meinungsfragen, Umfragen vor Ort etc.
    • Zur Sozialisierung: Raum und Zeit für soziale Interaktionen schaffen. Ggf. bereits online Gruppenzuteilung starten. 
  • Auf der Lernplattform:
    • Inhaltlich: Durch Leitfragen, Feedbackfunktion, Aufgaben, Selbsttests, didaktisierte Online-Lernunterlagen (z.B. Lernpfade) usw. Alle Aktivitäten können mit Bonuspunkten vergütet werden.
    • Zur Sozialisierung: Mit „Gruppenverwaltung“ stabile Lerngruppen einteilen oder finden lassen, Aufgabenstellungen mit Bezug zu außercurricularen Angeboten herstellen. „Virtuelle Räume“ in BigBlueButton erstellen, Jitsi-Gruppenräume zur Verfügung stellen, kollaborative Tools anbieten, Diskussionen zum Universitätsalltag einbauen, Videofunktion aktiv auch als Lehrperson nutzen und Studierende dazu animieren.

Zu beachten

Die STEOP-LV kann sowohl mit alternierenden Gruppen als auch hybriden Gruppen (eine Studierendengruppe im Hörsaal und eine Gruppe live digital zugeschaltet), aber auch teilweise rein digital abgehalten werden. Auch hier muss nicht zwingend eine Form gewählt werden, sondern es kann abgewechselt werden. Z.B.

  • VO-Termin 1 rein digital im Videokonferenztool (BBB oder Collaborate),
  • VO-Termin 2 mit Gruppe A vor Ort, Gruppe B arbeitet asynchron an Arbeitsaufträgen,
  • VO-Termin 3 mit Gruppe B vor Ort, Gruppe A arbeitet asynchron an Arbeitsaufträgen,
  • VO-Termin 4 eine Gruppe vor Ort, andere Gruppe live zugeschaltet
  • etc.

Erforderliche technische Ausstattung

Wenn alternierende Gruppen: 

  • Vor Ort: Keine spezielle technische Ausstattung erforderlich.
  • Moodlekurs fürs
    Selbststudium.

Wenn hybride Gruppen (mit live zugeschalteten Studierenden):  

Aufteilung der Studierenden

Wenn alternierende Gruppen: 

  • Reduzierte Studierendenzahl im Hörsaal (je nach Kapazität des Hörsaals: Interessensbekundung über Moodle). 

Wenn hybride Gruppen: 

  • Eine Gruppe vor Ort und eine Gruppe live digital zugeschaltet.

Mögliche Art der Leistungsüberprüfung

  • Schriftliche Abschlussprüfung: Bezieht sich auf die präsentierten Inhalte vor Ort sowie auf die Selbststudienphase online.