Netzwerk Kollegiale Lehrberatung

Auf Nachfrage von Lehrenden startet das Center for Teaching and Learning mit Wintersemester 2018/19 erstmalig mit der Vernetzung von Universitätslehrenden, die an kollegialer Lehrberatung teilnehmen möchten.

Was ist kollegiale Lehrberatung?

Bei kollegialer Lehrberatung nimmt eine Lehrperson an einer Lehrveranstaltungs-Einheit eines Kollegen oder einer Kollegin teil, um anschließend die Lehrgestaltung gemeinsam zu reflektieren. Die freundlich-kritischen Rückmeldungen auf die jeweilige Lehre kommen dabei von Personen, die sich durch ihre eigene Lehrpraxis mit der Lehrendenrolle (und ihren Herausforderungen) identifizieren können. Im Sinne der Gegenseitigkeit finden Lehrbesuche häufig in wechselnden Rollen statt. Wichtige Erfordernisse für gelungene Lehrberatung sind gegenseitiges Vertrauen, Wohlwollen und Diskretion.

Ziele & Vorteile

  • Kollegialer Austausch & Unterstützung
  • Praxisnahes Feedback auf die eigene Lehre: Lehrbesuche setzen unmittelbar an der Lehrpraxis an. Die Lehrgestaltung anderer Personen wird dadurch erlebbar – inklusive aller Aspekte, die anders kaum zur Sprache kommen.
  • Bewusstwerden eigener Handlungsweisen in der Lehrgestaltung
  • Gestaltungsspielraum: Kollegiale Lehrberatung erlaubt eine Vielzahl an Wahlmöglichkeiten in der konkreten Umsetzung.
  • Lehrentwicklung auch des „Gastes“: Auch die besuchende Person kann wertvolle Anregungen und Inspiration für die eigene Lehre bekommen.

Wie funktioniert das Netzwerk Kollegiale Lehrberatung?

Nach einem verbindlichen Erstgespräch erhalten Interessierte die Kontaktdaten der anderen Netzwerkmitglieder. Um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen, findet einmal pro Semester ein Netzwerktreffen am Center for Teaching and Learning statt (CTL, Universitätsstraße 5, 3. Stock, 1010 Wien). Bei dieser Abendveranstaltung können Sie in angenehmer Atmosphäre andere Lehrende kennenlernen und einen Eindruck erhalten, mit wem aus der Runde Sie sich einen Lehrbesuch vorstellen könnten.

Ist eine geeignete Person erst einmal gefunden, gestaltet sich der Ablauf der kollegialen Beratung wie folgt:

  1. Planungsüberlegungen: Worauf möchte ich Rückmeldung? Was möchte ich in meiner Lehre weiterentwickeln? Wer sind geeignete BesucherInnen (z.B. fachnahe oder fachfremd)?
  2. Vorgespräch: gegenseitiges Kennenlernen, über Lehrveranstaltung informieren, praktische Aspekte klären, Beobachtungsschwerpunkte festlegen
  3. Besuch einer Lehrveranstaltungs-Einheit
  4. Nachbesprechung: Freundlich-kritische Rückmeldungen, Diskussion und Austausch

Zielgruppe

Das Angebot steht Lehrenden der Universität Wien offen, die ihre Lehre weiterentwickeln möchten, an Austausch mit Kollegen und Kolleginnen Interesse haben und bereit sind, andere wohlwollend und vertraulich in ihren lehrbezogenen Fragen und Anliegen zu unterstützen.

Anmeldung und Teilnahmevoraussetzungen

Wenn Sie Interesse haben, am Netzwerk mitzuwirken, nehmen Sie bitte Kontakt auf (sonja.buchberger@univie.ac.at). Wir beantworten gern Ihre Fragen.

Bevor Sie an Netzwerktreffen teilnehmen können, gibt es ein verbindliches Erstgespräch mit der Koordinatorin über Ihre Motivation, an kollegialer Lehrberatung mitzuwirken. Hier haben Sie auch Gelegenheit, mehr über das Programm zu erfahren. Bitte lesen Sie vor dem Erstgespräch den Infopool-Eintrag zum Thema, um bereits eine Vorstellung von Ablauf und Erfordernissen von Lehrbesuchen zu haben.

Wichtig: Für Teilnehmende und AbsolventInnen des Zertifikatskurses Teaching Competence Plus ist das Erstgespräch nicht erforderlich.

Koordination

Dr. Sonja Buchberger
Center for Teaching and Learning (CTL)
Universität Wien