Aktives Studieren: Arbeitsgruppen im 1. Halbjahr 2019

In den Zielvereinbarungen 2018 haben die Fakultäten und Zentren bzw. Studienprogrammleitungen (SPL) Rückmeldungen gegeben, wie Studierende am ehesten in ihrem Studienerfolg und Abschluss (100+) gefördert werden können. Das Thema „Aktives Studieren“ spielt auch eine zentrale Rolle in der Leistungsvereinbarung 2019-21. Ziel der Universität ist es, Studierende fokussierter als bisher in ihrer aktiven Studierhaltung und im Studienfortschritt zu unterstützen.

SPL sind für die Qualitätssicherung der Studien zuständig. Sie sind gefordert, Probleme im Studium zu identifizieren und mit dem Lehrendenteam ein Gesamtkonzept mit Maßnahmen zur Aktivierung der Studierenden zu realisieren. Dabei gilt es, die Möglichkeiten zur Förderung von Lernerfolg im Studienverlauf auszuschöpfen und die gemeinsame Verantwortung von Lehrenden und Studierenden zu stärken. Die SPL übernehmen die Verantwortung für einen ergebnisorientierten Prozess und beobachten die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen.

Aus den Rückmeldungen der SPL zu (gesetzten und geplanten) Maßnahmen zur Förderung von Studienerfolg und Abschluss (100+) können als Schwerpunkte StEOP+, 100+ (Fokus Abschlussarbeiten), Lehr-/Lernkultur und Studierbarkeit abgleitet werden. Diese Schwerpunkte wurden mit (Vize-)SPL und Vize-/DekanInnen für Lehre im 1. Halbjahr 2019 in Arbeitsgruppen bearbeitet. Das daraus entstandene Arbeitspapier inkl. rasch umsetzbarer Maßnahmen und mögliche, vom Rektorat im Rahmen der Ausschreibung zusatzfinanzierte Projekte finden sich im Intranet (unter Themen A-Z, Eintrag „Aktives Studieren“).

Schwerpunkte

  • StEOP+: Die StEOP ist auf Orientierung und fachliche Sozialisation ausgerichtet, hat aber auch eine prognostische Funktion. In der STEOP werden die Weichen für erfolgreiches Studieren gestellt, Studierende erarbeiten sich die fachliche Basis, werden aber auch maßgeblich in ihrem Studierverhalten geprägt. Erfolgreiches Absolvieren aller LVs zu Studienbeginn verlangt nicht nur überlegte inhaltlich-didaktische Gestaltung, sondern auch gute Prüfungs- und Lehrplanung.
  • 100+ (besonderer Fokus auf Abschlussarbeiten): Die Abschlussarbeiten erfordern von den Studierenden das Bearbeiten, häufig auch das Formulieren einer eigenen wissenschaftlichen Fragestellung. Dafür sind Schreib- als auch Methodenkompetenz erforderlich. Eine bes. Herausforderung stellt der zeitgerechte Abschluss dar. Hier gilt es die Betreuungskonzepte weiterzuentwickeln.
  • Lehr-/Lernkultur: Eine lernförderliche Lehrkultur zeichnet sich durch eine wertschätzende Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden und eine bewusste methodisch-didaktische Gestaltung des Studiums aus, das Studierende auf das angestrebte Kompetenzniveau hinführt. Die Weiterentwicklung der Lehr-/Lernkultur kann z.B. beim Geben und Nehmen von Feedback sowie beim Prüfungsgeschehen ansetzen.
  • Studierbarkeit: Indikatoren für die (strukturelle) Studierbarkeit sind etwa Anzahl der Leistungsüberprüfungen (Studium, Semester), Anwesenheitspflichten, Zeitpunkt (z.B. Tagesrand) und Frequenz von Schlüssel-LVs, Workload (z.B. Verhältnis SWS:ECTS). Besonders für berufstätige Studierende und Studierende mit Betreuungspflichten kann strukturelle Studierbarkeit Erleichterung bringen und zum Studienfortschritt beitragen.

Als Ergebnis wird ein Arbeitspapier angestrebt, das ausgehend von den Herausforderungen, mögliche Maßnahmen und deren Wirkung thematisiert. Dabei gilt es über Einzelmaßnahmen hinaus, die Aktivierung der Studierenden im gesamten Studienverlauf im Blick zu behalten, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Der Prozess wird mit der Ergebnispräsentation im Rahmen der SPL-Konferenz am 5.6.2019 beendet.

Ansprechperson: Charlotte Zwiauer

Rückmeldungen unf Fragen: ctl@univie.ac.at