CTL-Lectures │ Workshops

Programm 

Die CTL-Veranstaltungsreihe (Lectures, Workshops) bietet interessierten Lehrenden, FunktionsträgerInnen und TutorInnen neue Möglichkeiten der Gestaltung von Lehre und Lernen durch ExpertInnen anderer Universitäten kennenzulernen und zu diskutieren sowie das eigene Handlungsrepertoire zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Programm CTL-Lectures / Workshops zum Download

Dienstag, 22. Jänner 2019, 13:30 – 14:30h

Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Quibeldey-Cirkel, Technische Hochschule Mittelhessen (THM)

Lecture: „Die interaktive Vorlesung: Formatives Assessment und Feedback mit Student-Response-Systemen“

Der Vortrag zeigt, wie man eine Vorlesung mit aktivierenden digitalen Elementen anreichert und in neue digitale Lehr- und Lernformen integriert - für mehr Interaktion und Partizipation im Hörsaal. Im Fokus steht der Rückkanal, den das Student-Response-System (am Beispiel von ARSnova, arsnova.eu) zwischen dem Auditorium und der Lehrperson ermöglicht: Studierende können mit ihrem Smartphone Verständnisfragen beantworten und Feedback entlang einer Zeitskala vom Vorabend der Vorlesung (Lehrstrategie „Just-in-Time Teaching“) geben, während der Vorlesung (Lehr-/Lernmethode „Peer Instruction“) und spontan während des Vortragens per Live-Feedback und Zwischenfragen. Zeitskaliertes Feedback und Assessment unterstützen formativ den lernendenzentrierten Unterricht: Die Lehrperson kann Inhalt und Tempo ihrer Vorlesung dem tatsächlichen und aktuellen Verständnis des Auditoriums anpassen. Der Vortrag fasst die evidenzbasierten Studien zum Einsatz von Student-Response-Systemen in der Lehre zusammen und vermittelt didaktische Erfahrungen aus Lehr- und Lernprojekten.

short&sweet: Klaus Quibeldey-Cirkel im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: „Die interaktive Vorlesung: Student-Response-Systeme“

Montag, 28. Jänner 2019, 13:30 – 14:30h

Elke Heublein, MA

Lecture: „Heterogenität und Diversität – zum erfolgreichen Umgang mit Vielfalt in der Lehre“

An der Universität treffen viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen aufeinander. Beispiele sind Herkunft, Sprache, Alter, aber auch unterschiedliche Vorkenntnisse oder außeruniversitäre Verpflichtungen. Hinzu kommt die individuelle Präferenz der Studierenden bezüglich ihres persönlichen Lernstils. Die Ansicht, dass Vielfalt als Chance verstanden werden muss, wird von einem Großteil der Hochschullehrenden geteilt. In der Praxis herrscht jedoch oft Verunsicherung, wie konkret auf die vielfältigen Hintergründe und Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden kann. Eine konkrete Antwort bietet hier der Ansatz von Working Between Cultures, der eine begriffliche Abgrenzung zwischen Heterogenität und Diversität vornimmt und den Lehrenden Empfehlungen an die Hand gibt, wie sie die eigene Lehre sowohl diversitätsgerecht als auch heterogenitätssensibel gestalten können.

Der Vortrag ist folgenden Fragen gewidmet:

  • Vielfalt an der Hochschule: Worin unterscheiden sich meine Studierenden? Wo liegen ihre Gemeinsamkeiten?
  • Diversität und Heterogenität: Was verbirgt sich hinter den beiden Begriffen und welche Ziele verfolgen die Ansätze?
  • Wie kann ich meine Lehre gestalten, um angemessen auf die Vielfalt der Studierenden zu reagieren?

Ziel des Vortrags ist es, den Lehrenden konkrete Anregungen und Umsetzungsvorschläge mitzugeben, die niederschwellig umsetzbar sind.

Ort: Learning Lab, Center for Teaching and Learning, Universitätsstraße 5/ 3. Stock (Lift), 1010 Wien

Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltung.ctl@univie.ac.at

Ansprechperson: Dr.in Brigitte Kossek

short&sweet: Elke Heublein im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: „Heterogenität und Diversität – zum erfolgreichen Umgang mit Vielfalt in der Lehre"

Mittwoch, 30. Jänner 2019, 13:30 – 15:30h

Dr.in Katrin Girgensohn, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Workshop: „Bachelor- und Masterarbeiten unterstützen und beurteilen“

Der Workshop beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die das Betreuen von Abschlussarbeiten mit sich bringt. Wir werden die folgenden Fragen diskutieren: Welche Rolle habe ich als Betreuer*in? Prüfe ich nur oder unterstütze ich auch in der Entwicklung? Was ist das Mindestmaß an Betreuung, wo sind die Grenzen? Wie kann ich bei sehr unterschiedlichen Studierenden transparent und fair benoten? Wie gehe ich mit Aufschiebeverhalten um?
Workshopziele: Die Teilnehmenden haben im Austausch mit anderen für sich geklärt, wie sie ihre Rolle bei der Betreuung schriftlicher Arbeiten definieren wollen. Sie wissen, wie Bewertungsraster erstellt und genutzt werden können und haben einen ersten Entwurf für Regelungen geschrieben, die auf der Lehrstuhlseite veröffentlicht werden können.

Ort: Learning Lab, Center for Teaching and Learning, Universitätsstraße 5/ 3. Stock (Lift), 1010 Wien

Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltung.ctl@univie.ac.at

Ansprechperson: Dr.in Brigitte Kossek

short&sweet: Katrin Girgensohn im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: „Bachelor- und Masterarbeiten unterstützen und beurteilen“

Donnerstag, 06. Dezember 2018, 13:30 – 14:30h

Dr. Sebastian Walzik, Berlin

Lecture: „Was lernen die Studierenden in meiner Lehrveranstaltung wirklich? Lernerfolgskontrollen formativ einsetzen“

Was nehmen meine Studierenden eigentlich genau aus meiner Veranstaltung mit und wie lernen sie im Einzelnen? Was ist hier förderlich, was hinderlich?

Lehrende nutzen verschiedenste Methoden, um einen guten Kontakt zum Lernprozess der Studierenden zu halten. An einigen Universitäten spricht man in diesem Zusammenhang auch von „Classroom Assessment Techniques“ oder „CATs“. Sie funktionieren wie kleine Übungen oder Tests, nur sind sie häufig anonym und stets formativ angelegt. So können Lernerfolge und Lernwege aufgezeigt werden. Außerdem können sich Lehrende und Lernende gemeinsam unterstützen, was sie tun und lassen können, um das gemeinsame Tun sinnvoll zu gestalten.

Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Hintergründe und wesentlichen Merkmale dieses Ansatzes, zeigt die Vielfalt seiner Einsatzmöglichkeiten auf und geht auf Wirkungen und mögliche positive Nebenwirkungen ein.

Inhaltlich geht es dabei um Möglichkeiten formativer Lernerfolgskontrolle, Lehren als Unterstützung von Lernen, Tipps & Tricks zum Einsatz von CATs, Gestaltung einer fehlerfreundlichen Lernatmosphäre und Souveränität zweiter Ordnung.

short&sweet: Sebastian Walzik im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: „Was lernen die Studierenden in meiner Lehrveranstaltung wirklich?"