CTL-Lectures │ Workshops

Programm 

Die CTL-Veranstaltungsreihe (Lectures, Workshops) bietet interessierten Lehrenden, FunktionsträgerInnen und TutorInnen neue Möglichkeiten der Gestaltung von Lehre und Lernen durch ExpertInnen anderer Universitäten kennenzulernen und zu diskutieren sowie das eigene Handlungsrepertoire zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Programm CTL-Lectures zum Download

Dienstag, 25. Juni 2019, 13:30 – 14:30h

Silvia Hartung, M.A., Universität der Bundeswehr München

Lecture: „Kompetenzorientiert Prüfen: Praktische Impulse zwischen Ideal und Utopie“

Der Vortrag nähert sich aus zwei Perspektiven der Frage, ob und wie kompetenzorientiertes Prüfen in der Hochschullehre gelingen kann. Anschließend an die Bologna-Reform sind kompetenzorientierte Prüfungen ein anzustrebendes Ideal, um sicherzustellen, dass Lernende mit Abschluss des Studiums nicht nur „träges Wissen“ erworben haben, sondern tatsächlich „beschäftigungsfähig“ für den Arbeitsmarkt sind. Die Konzeption entsprechender Prüfungen ist eine herausfordernde Aufgabe für Lehrende, die eine ganzheitliche Perspektive auf die Lehrveranstaltung voraussetzt. Hilfestellung dafür liefern z.B. der in der Hochschuldidaktik populäre Ansatz des „Constructive Alignment“ oder die Lernziel-Taxonomie nach Bloom. Aber gibt es tatsächlich ein verlässliches „Rezept“, um Kompetenzen zu diagnostizieren? Oder ist dieses Ideal eher eine Utopie? Ausgehend von dieser Fragestellung werden im Vortrag Argumente für beide Positionen (Ideal und Utopie) wechselseitig erörtert und daraus jeweils Konsequenzen für die Lehrpraxis gezogen.

Ort: Learning Lab, Center for Teaching and Learning, Universitätsstraße 5/ 3. Stock (Lift), 1010 Wien

Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltung.ctl@univie.ac.at

Ansprechperson: Dr.in Brigitte Kossek

Dienstag, 11. Juni 2019, 13:30 – 14:30h

Mag.a Stefanie Haacke, Universität Bielefeld

Lecture: „Potentiale des Schreibens für das forschende Studieren

Im Vortrag werden Beispiele für den Einsatz von Schreib-Lese-Aktivitäten in und um Lehrveranstaltungen vorgestellt, die Studierenden einen Zugang zu den epistemischen Haltungen und Praktiken eröffnen, die das Forschen im jeweiligen Fach auszeichnen. Dabei werden – aus prozessorientierter Perspektive – vor allem Formen des „Schreibens vor dem Schreiben“ thematisiert, die geeignet sind, Projekte voranzutreiben, in denen Studierende Probleme und Fragen des jeweiligen Studiums ergebnisoffen bearbeiten. Der Vortrag geht darauf ein, wie schreibintensive Lehrveranstaltungen konzipiert werden können, die in Formen des forschenden Studierens einführen, und schließt mit grundsätzlichen Erörterungen zur aktuellen Bedeutung der Fähigkeit, offene Fragen prozessorientiert und unter Verwendung schriftlicher Formen der Verarbeitung und Konstruktion von Wissen bearbeiten zu können.

short&sweet: Stefanie Haacke im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: „Potentiale des Schreibens für das forschende Studieren“

Mittwoch, 08. Mai 2019, 10:30 – 12:30h

Dr.  Gerhard Furtmüller, Wirtschaftsuniversität Wien

Workshop: "Prüfungserfolg von Großlehrveranstaltungen: kleine Hebel - große Wirkung"

„Studierende lernen“. Das ist die erfreuliche Erkenntnis, die aus der Analyse des Lernverhaltens von Studierenden gezogen werden kann. „Jedoch ist ein intensives Lernverhalten bei nahezu 90 % der Studierenden erst unmittelbar vor der Prüfung zu beobachten“. Dieses Ergebnis, welches sich aus den Aufzeichnungen des Lernverhaltens durch Logfiles ergibt, ist bedauerlich. Denn bei dieser Art des Lernverhaltens, dem sogenannten Bulimie-Lernen, werden die Inhalte zwar rasch angeeignet, jedoch ebenso schnell wieder vergessen. Aus diesem Grund hat Gerhard Furtmüller diverse Experimente durchgeführt und empirisch belegt, wie bei Studierenden, insbesondere in Großlehrveranstaltungen, die mangelnde Aktivierungsenergie überwunden werden kann. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass bereits durch kleine Hebel eine große Wirkung in Bezug auf einen nachhaltigeren Lernerfolg der Studierenden erzielt werden kann.

Ort: Learning Lab, Center for Teaching and Learning, Universitätsstraße 5/ 3. Stock (Lift), 1010 Wien

Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltung.ctl@univie.ac.at

Ansprechperson: Dr.in Brigitte Kossek

short&sweet: Gerhard Furtmüller im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: "Prüfungserfolg von Großlehrveranstaltungen: kleine Hebel - große Wirkung"

Dienstag, 30. April 2019, 13:30 – 14:30h

PD Dr.in  Sabine Hoidn, Universität St. Gallen 

Lecture: "Effektive studierendenzentrierte Lehre gestalten"

Der Vortrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über neuere empirische Befunde zu einer effektiven Lehre. Welche Charakteristika der Lehrenden und der Studierenden lassen sich identifizieren, die relativ eng mit der Studienleistung zusammenhängen? Sodann wird ein Rahmenmodel zur Gestaltung studierendenzentrierter Lernumgebungen vorgestellt, das Lehrende aller Disziplinen bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Lehrveranstaltungen unterstützen kann. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Bereitstellung von Lerngelegenheiten, die Studierende kognitiv aktivieren, deren aktive Beteiligung anregen sowie Mitgestaltungsmöglichkeiten schaffen. Studierendenzentrierte Lehre kann dabei ganz unterschiedliche Formen annehmen, die vom interaktiven Vortrag bis zur Lernbegleitung reichen.

Ort: Learning Lab, Center for Teaching and Learning, Universitätsstraße 5/ 3. Stock (Lift), 1010 Wien

Um Anmeldung wird gebeten : veranstaltung.ctl@univie.ac.at

Ansprechperson: Dr.in Brigitte Kossek

short&sweet: Sabine Hoidn im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: "Effektive studierendenzentrierte Lehre gestalten"