CTL-Lectures │ Workshops

Programm 

Die CTL-Veranstaltungsreihe (Lectures, Workshops) bietet interessierten Lehrenden, FunktionsträgerInnen und TutorInnen neue Möglichkeiten der Gestaltung von Lehre und Lernen durch ExpertInnen anderer Universitäten kennenzulernen und zu diskutieren sowie das eigene Handlungsrepertoire zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

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Donnerstag, 16. Jänner 2020, 13:30 – 14:30h

Barbara Beege, M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München

Lecture: "Aktivierende Lehre passgenau?!“ – Kurzaktivierungen und ihr lernrelevanter Einsatz in Lehrveranstaltungen"

Gerade in frontalen Vorlesungen und mehrstündigen Blockveranstaltungen fällt es Studierenden schwer, die Aufmerksamkeit längere Zeit aufrechtzuerhalten und sich durchgehend auf die Lernhinhalte zu konzentrieren. Die Konsequenz davon ist, dass Studierende den Dozierenden bei der Vermittlung des Stoffes nicht mehr folgen können und schließlich unruhig werden. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, soll in diesem Vortrag erläutert werden, welche positiven Effekte der Einsatz von Aktivierungsmethoden erfüllen kann. Aktivierungsmethoden bedeuten in der Regel keinen oder einen sehr geringen Vorbereitungsaufwand und benötigen in der Durchführung wenig Zeit. Sie können den Lernprozess in vielerlei Hinsicht unterstützen, denn zu viel Input ohne Abwechslung ist nur begrenzt förderlich für den Lernprozess. Schließlich soll mit diesem Vortrag das Ziel verfolgt werden, in der Hochschullehre mit möglichst geringem Aufwand didaktisch sinnvolle Lehr-/Lerneinheiten gestalten zu können. Zur praktischen Anwendung von Aktivierungen in Lehrveranstaltungen und der typgerechten Auswahl wird das Münchner Aktivierungsschema zur Kategorisierung von Aktivierungsmethoden mit exemplarischen Beispielen vorgestellt.

short&sweet: Barbara Beege im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: "Aktivierende Lehre passgenau?!“ – Kurzaktivierungen und ihr lernrelevanter Einsatz in Lehrveranstaltungen"

Mittwoch, 08. Jänner 2020, 13:30 – 14:30h

Louise Hoffmann, M.A., Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe 

Lecture: "Diversitätsorientierung im Studienalltag. Schreibprojekte online und in Präsenz begleiten

Gesellschaftliche Entwicklungen und bildungspolitische Maßnahmen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Studierendenzahl und damit verbunden auch die Heterogenität der Studierendenschaft gestiegen ist. Universitäten stehen nun vor der Herausforderung, dass fachübergreifende Kompetenzen zu Studienbeginn unterschiedlich ausgeprägt sind und die individuellen Bedürfnisse von Studierenden zugenommen haben. Der Vortrag schließt an den aktuellen didaktischen Diskurs zur diversitätssensiblen Hochschullehre an. Im Fokus steht die Begleitung von Studierenden bei Schreibprojekten und die Frage, wie einzelne Studierendengruppen gefördert werden könnten. Neben einem Überblick über den aktuellen Stand der bildungstheoretischen Diskussion zu Heterogenität und Diversität sowie Studienalltag und Lebenswelten von Studierenden mit besonderen Förderungsbedarfen werden im Vortrag Einblicke in die (Online-) Lehrveranstaltungen der Referentin gegeben und verschiedene Unterstützungsangebote präsentiert. Zudem werden die Rolle von Lehrenden bzw. TutorInnen / MentorInnen und ihr Umgang mit heterogenen Studierendengruppen analysiert sowie Fallbeispiele vorgestellt. Was nehmen meine Studierenden eigentlich genau aus meiner Veranstaltung mit? Und wie lernen sie im Einzelnen? Was ist hier förderlich, was hinderlich?

short&sweet: Louise Hoffmann im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: "Diversitätsorientierung im Studienalltag. Schreibprojekte online und in Präsenz begleiten“

Montag, 02. Dezember 2019, 13:30 – 14:30h

Prof. DDr.  Oliver Reis, Universität Paderborn

Lecture: "Wenn die Teilleistungen dem Learning-Outcome folgen - Teilleistungen in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen didaktisch ausrichten"

Die Teilleistungen in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen sollen möglichst der didaktischen Struktur der Lehrveranstaltung folgen, damit sie als Stationen die in der Lehrveranstaltung angestrebte Kompetenzentwicklung sichtbar machen können. Das setzt voraus, dass die Lernergebnisse (Learning-Outcomes) der Lehrveranstaltung auch so formuliert sind, dass die Teilleistungen mit klaren Aufgaben und Bewertungsformen versehen werden können. Der Vortrag klärt dieses Prinzip studienbegleitender Prüfungen und zeigt Beispiele solcher Umsetzung.

Ort: Learning Lab, Center for Teaching and Learning, Universitätsstraße 5/ 3. Stock (Lift), 1010 Wien

Um Anmeldung wird gebeten: veranstaltung.ctl@univie.ac.at

Ansprechperson: Dr.in Brigitte Kossek

short&sweet: Oliver Reis im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau:Lecture: "Wenn die Teilleistungen dem Learning-Outcome folgen - Teilleistungen in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen didaktisch ausrichten"

Dienstag, 15. Okt. 2019, 13:30 – 14:30h

Prof. Dr. Harald A. Mieg, Humboldt-Universität zu Berlin

Lecture: Über das Forschen im Forschenden Lernen

Was wissen wir über das Forschen im Forschenden Lernen? Ist Forschung wirklich disziplinabhängig? Welches Forschen (Methoden, Gegenstände, Abläufe...) ermöglicht den Studierenden auch in frühen Studienphasen, selber zu forschen? Was nützt uns Forschungskompetenz, wenn wir im Berufsleben nicht forschen werden? Der Vortrag gibt einen Überblick über die empirische Forschung zu Phasen und Formen der Forschung im Zusammenhang mit Forschendem Lernen bzw. Undergraduate Research. Nicht alle Forschungsformen eignen sich gleichermaßen, aber in allen Disziplinen gibt es für Forschendes Lernen geeignete Forschungsformen. Eine hilfreiche Rolle kann das wissenschaftliche Schreiben einnehmen. Eine wesentliche Randbedingung für das Lernen aus Forschenden Lernen ist der Glaube an Wissenschaft (epistemological beliefs).

short&sweet: Harald A.Mieg im Kurzinterview

Lecture zur Nachschau: „Über das Forschen im Forschenden Lernen“