FAQ für Studienprogrammleiter*innen

Allgemeines

Wo findet man die OSAs?

Was sind die Ziele eines OSAs?

Ein OSA ist ein interaktives Orientierungsangebot, das Studieninteressierte bereits vor Studienbeginn bei ihrer Entscheidung für oder gegen ein Studium unterstützen soll. Durch die frühzeitige Auseinandersetzung mit den eigenen studienbezogenen Interessen, Motiven, Stärken und Schwächen soll eine informierte Studienentscheidung gefördert werden. Die OSAs der Universität Wien zeichnen sich durch eine Verknüpfung von informativen und diagnostischen Inhalten aus und ermöglichen dadurch eine Selbsteinschätzung der Studieneignung.

Wieso bekommt man im OSA keine konkrete Empfehlung für oder gegen ein Studium?

Durch Angaben im OSA können zwar einige wichtige Voraussetzungen für ein Studium erfasst werden, aber eben nicht alle. Für erfolgreiches Studieren spielen auch andere Faktoren eine Rolle, etwa ob jemand neben dem Studium berufstätig ist oder Betreuungspflichten hat. Wir empfehlen das OSA daher als eine zusätzliche Informationsquelle zur Studienwahlentscheidung, die aber letztlich eigenverantwortlich erfolgen muss.

Was sagen die Studienwerber*innen zu den OSAs?

Regelmäßige Evaluationen zeigen, dass die OSAs als Orientierungsangebot sehr gut angenommen werden. Aktuelle Daten :

  • 88% haben im OSA neue Informationen über das Studium erhalten.
  • 88% empfanden das Feedback als hilfreich.
  • 91 % empfanden das OSA als hilfreich.
  • 96% erachteten das OSA generell als sinnvoll.
  • 96% würden das OSA anderen Studieninteressierten weiterempfehlen.

Was unterscheidet die fachspezifischen OSAs von uni:check?

Das Center for Teaching and Learning (CTL) hat ein interaktives Online-Orientierungstool (uni:check) entwickelt, das die Zielgruppe Schüler*innen über Universität, Wissenschaftliches Denken und Arbeiten, Studienleben und wichtige fachübergreifende Kompetenzen informiert. 

Das Tool stellt im Gegensatz zu den fachspezifischen OSAs das Studieren an sich anschaulich, realistisch und zielgruppenadäquat dar und bietet Schüler*innen eine interaktive Entscheidungshilfe, ob Studieren das Richtige für sie ist: https://unicheck.univie.ac.at/

Aufbau und mögliche Inhalte eines OSAs

Wie ist ein fachspezifisches OSA aufgebaut?

Das OSA weist eine modulare Struktur auf. Während bzw. nach jedem Modul erhalten die Studieninteressierten ein ausführliches Feedback sowie gezielte Tipps zum Umgang mit erkannten Schwächen.

Herzstück des OSAs stellen die Fachaufgaben dar, die einen Einblick geben sollen, was Studierende im Studium erwartet (und wie unsere Evaluationen gezeigt haben, bei den Interessent*innen äußerst beliebt sind). Auch die Module zu studienspezifischen Erwartungen und Interessen sind Bestandteil jedes OSAs. Die anderen Module können flexibel eingesetzt und den spezifischen Bedürfnissen der Fakultät/des Instituts angepasst werden.

Hier ein Beispiel für einen möglichen OSA-Aufbau:

Wer bestimmt den Inhalt eines OSAs?

Die Fakultät/das Institut bestimmt den Inhalt der einzelnen Module. Es gilt zu entscheiden, in welcher Weise die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Studienprogramme in die Gestaltung des OSAs einfließen. Außerdem ist die strategische Ausrichtung von Universität und Fakultät, Zentrum oder Institut zu berücksichtigen.

Werden die OSAs auch auf Englisch angeboten?

Auf Wunsch kann das OSA zusätzlich zur deutschen Version auch auf Englisch zur Verfügung gestellt werden. Zu beachten ist, dass Deutschkenntnisse auf C1-Niveau für die Zulassung zu BA-Studien an der Universität Wien Voraussetzung sind. Dies sollte berücksichtigt werden, damit bei Studieninteressierten kein falscher Eindruck entsteht. 

OSA-Entwicklung

Wie entsteht ein OSA?

Die Entwicklung eines OSAs erfolgt im Rahmen eines festgelegten Prozesses, der in den letzten Jahren sukzessive optimiert wurde. Vor der eigentlichen Entwicklungsarbeit werden mit der Fakultät, dem Zentrum oder Institut organisatorische und terminliche Rahmenbedingungen sowie die strategische Ausrichtung des OSAs geklärt (soll es eher werbenden Charakter haben, eher informierend sein etc.).

Dann gilt zu entscheiden, in welcher Weise die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Studienprogramme in die Gestaltung des OSAs einfließen. Die Ausarbeitung der studienspezifischen Interessen und Erwartungen wird vom CTL, jedoch in enger Zusammenarbeit mit Ihnen durchgeführt. Die Erstellung der fachspezifischen Aufgaben obliegt dem Fach selbst. Das CTL unterstützt Sie dabei sehr gerne bei der Umsetzung (z.B. ideale Formate finden, didaktische Aufbereitung etc.) und übernimmt alle nötigen Programmierarbeiten. 

Welcher Aufwand kommt auf mein(e) Fakultät/Zentrum/Institut bei der Erstellung eines OSAs zu?

Die spezifischen Anforderungen eines Studiums/eines Studienfeldes werden durch eine Online-Befragung via Webtool ermittelt. Dabei werden von der Fakultät, dem Zentrum oder dem Institut genannte Expert*innen via Webtool befragt (insgesamt ca. je 10-15 Personen, aufgeteilt auf Lehrende, Studierende und ggf. Absolvent*innen). Das CTL arbeitet dazu im Vorfeld auf Basis des Curriculums und des VVZ Aussagen zu studienspezifischen Interessen aus, die in der Befragung kommentiert werden können. Ebenso werden mittels Critical Incident Technique (Methode der kritischen Ereignisse) Aussagen zu spezifischen Studiensituationen, inklusive Faktoren für effektives bzw. ineffektives Studier-Verhalten erhoben. Das CTL entwickelt aus diesen Angaben der Expert*innen richtige und falsche Erwartungshaltungen an das Studium. Die Befragung erfolgt in zwei Durchgängen, pro Durchgang bedeutet dies einen zeitlichen Aufwand von ca. 30-50 Minuten.

Auch für die Erstellung der fachlichen Aufgaben muss Arbeitsaufwand einkalkuliert werden. Eine zeitliche Abschätzung ist hier schwierig vorzunehmen, da sich Aufgaben und Umfang von Fach zu Fach sehr unterschiedlich darstellen. 

Wie werden die Daten ausgewertet?

Online-Self-Assessments sind dynamische, modular aufgebaute Angebote mit Datenbankanbindung und einer individuellen, aber automatisch generierten Auswertung. Die Studieninteressierten erhalten im OSA und unmittelbar nach Bearbeitung des OSAs ein ausführliches Feedback sowie gezielte Tipps zum Umgang mit Schwächen. Regelmäßige Evaluationen und Auswertungen der Rückmeldungen von Nutzer*innen werden vom CTL durchgeführt und an die SPL zurückgespielt.

Organisatorisches und Durchführung

Wer hat Zugriff auf die OSAs?

Die OSAs sind frei zugänglich und können jederzeit durchgeführt werden.

Zugang zu den OSAs: self-assessment.univie.ac.at

Wie lange dauert ein OSA?

Im Optimalfall sollte ein OSA in 45 bis 60 Minuten bearbeitbar sein.

Sind die OSAs barrierefrei?

Bei der Erstellung der OSAs werden die grundlegenden Vorgaben für barrierefreies Internet umgesetzt. Die Navigation ist über die Tastatur möglich und über Screenreader-Programme können die Inhalte vorgelesen werden. Darüber hinaus kann ein alternatives CSS aktiviert werden, das den Kontrast erhöht und die Schrift vergrößert. Die barrierefreie Einbettung von Grafiken bzw. Bildern ist derzeit jedoch leider nur bedingt möglich.

Wer übernimmt die Kosten für das OSA?

Die Entwicklungs- und Instandhaltungskosten werden vom CTL getragen. Auch die Kosten für eine etwaige Videoproduktion werden vom CTL getragen (max. 1.000 Euro für Videos). 

Wie funktioniert ein OSA im Rahmen eines Aufnahme- oder Eignungsverfahrens?

OSAs werden in einigen zugangsbeschränkten Fächern als erste Stufe des Aufnahme-/Eignungsverfahrens von Bachelorstudien eingesetzt. Die vollständige und fristgerechte Absolvierung des OSAs ist dann Voraussetzung für die Teilnahme am schriftlichen Aufnahme-/Eignungstest, die Ergebnisse im OSA fließen jedoch nicht in die Entscheidung über die Studienplatzvergabe ein. Das OSA kann jederzeit online durchgeführt werden. Nach der Durchführung erhält man einen persönlichen Code, der bei der Registrierung für das Aufnahmeverfahren angeben werden muss. Es besteht auch die Möglichkeit, den Code per E-Mail zugeschickt zu bekommen. Wenn beim Antrag auf Zulassung zum Studium in u:space die gleiche E-Mail-Adresse verwendet wird, wird der OSA-Code automatisch übertragen.

Wie funktioniert ein OSA als verpflichtendes Zulassungskriterium?

Mittlerweile ist in einigen Fächern das OSA als Voraussetzung für die Zulassung implementiert worden (Einführung im Studienjahr 2021/22: „Die Eignungsüberprüfung vor der Zulassung zum Studium erfolgt zusätzlich zu den allgemeinen Bestimmungen über die Zulassung zum Studium in Form der Absolvierung eines fachspezifischen Online-Self-Assessments.“). Erste Befunden lassen auf eine Reduzierung der Zulassungszahlen durch das OSA schließen.

Das OSA kann jederzeit online durchgeführt werden. Nach der Durchführung erhält man einen persönlichen Code, der bei der Zulassung für das betreffende Studium angegeben werden muss.

Qualitätssicherung und Fairness

Wie wird die Qualität des Verfahrens sichergestellt?

Die OSAs werden evidenzbasiert von Psycholog*innen und Bildungsexpert*innen des CTL erstellt bzw. begleitet. Module mit psychologischen Inhalten (z.B. Persönlichkeitsdimensionen, aber auch Interessen und Erwartungen) werden mit nachvollziehbaren und facheinschlägigen Methoden und angelehnt an die Anforderungen der berufsbezogenen Eignungsdiagnostik (DIN 33430) erstellt.

Werden die OSAs regelmäßig weiterentwickelt?

In regelmäßigen Evaluationen werden die Nutzungsdaten aggregiert ausgewertet. Nach der eigentlichen OSA-Bearbeitung gibt es für die Nutzer*innen zusätzlich die Möglichkeit, in einem Evaluationsfragebogen positives und negatives Feedback zu geben. Die OSAs werden jährlich einer Revision unterzogen, in die auch das Feedback der Nutzer*innen einfließt. Dabei werden häufig genannte Kritikpunkte genau analysiert und gezielt verbessert (Beispiele: unklare Aufgabeninstruktion; Länge des OSAs; zu wenig Fachaufgaben etc.).

Wo gibt es weitere Informationen zu den OSAs?

Hier: ctl.univie.ac.at/angebote-fuer-spl/online-self-assessments

 

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Ansprechpartnerin im CTL:

 

Das gesamte OSA-Team: 

  • Robin Gleeson
  • Isabelle Krol
  • Heidi Niederkofler
  • Reinhard Schott